ECHA-Diplom – Specialist in Gifted Education

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen und spezielle Talenten stellen eine große Herausforderung für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte und Talentierte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler, häufig verbunden mit außergewöhnlichen Neigungen und Interessen. Dies gilt nicht nur für den kognitiven, sondern gleichermaßen für den praktisch-technischen oder sozial-emotionalen Bereich. Damit die Schülerinnen und Schüler ihre Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität von Lehrpersonen.

Im Hinblick auf die aktuelle Debatte um die inklusive Bildung von heterogenen Schülergruppen in allen Schulformen müssen auch die besonderen Bedürfnisse Begabter und Talentierter berücksichtigt werden. Auch die Gruppe der Begabten und Talentierten ist noch einmal differenzierter zu sehen, etwa wenn Begabte eine Zuwanderungsgeschichte haben, sozial benachteiligt sind oder etwaige Beeinträchtigungen zeigen. Im Kontext einer individuellen Begabungsförderung lassen sich Schul- und Unterrichtsentwicklungsprozesse initiieren, von denen alle Schülerinnen und Schüler profitieren.

Lehrpersonen haben gute Möglichkeiten, diesen Schülerinnen und Schülern gerecht zu werden, wenn sie über spezifisches Wissen und entsprechende Erfahrungen verfügen, sich mit anderen Lehrkräften austauschen und im Umgang mit schulischen Herausforderungen angemessen begleitet werden. Im ECHA-Diplomkurs lernen Lehrpersonen, spezielle Entwicklungsbedürfnisse zu erkennen, passende Unterstützungsangebote zu entwickeln, die beteiligten Personengruppen (Schülerinnen und Schüler, Kolleginnen und Kollegen, Eltern) kompetent zu beraten und entsprechende Angebote in der Schule oder in einer regionalen Bildungslandschaft zu verankern.

Mit dieser Weiterbildung können einzelne Lehrpersonen und Teams das erforderliche Fachwissen und ihre Handlungskompetenzen erweitern. Theorien, Konzepte und Modelle zu Begabung, Talent, Intelligenz, Motivation und Kreativität bieten den Verständnishintergrund. Dabei wird bewusst ein breites Begabungsverständnis zugrunde gelegt, die die Potenziale und Interessen von Schülerinnen und Schülern in unterschiedlichen Bereichen berücksichtigt. Auf dieser Basis kann mit Methoden der pädagogisch-psychologischen Diagnostik und der daraus abzuleitenden individuellen Begabungs- und Talentförderung der eigene Unterricht und die Schule nachhaltig auf die Lern- und Entwicklungsbedürfnisse der Schülerinnen und Schüler ausgerichtet werden.

Flyer ECHA Diplom – allgemeine Informationen

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ECHA Diplom 18 Verleihung

ECHA-Diplomkurs 20

1. Modul: 14.09.2018 – 15.09.2018
2. Modul: 08.02.2019 – 09.02.2019
3. Modul: 17.05.2019 – 18.05.2019
4. Modul: 21.06.2019 – 22.06.2019
5. Modul: 15.11.2019 – 16.11.2019

ECHA-Diplomkurs 19

1. Modul: 15.09.2017 - 16.09.2017
2. Modul: 23.02.2018 - 24.02.2018
3. Modul: 20.04.2018 - 21.04.2018
4. Modul: 22.06.2018 - 23.06.2018
5. Modul: 23.11.2018 - 24.11.2018

Flyer ECHA-Diplomkurs 19

ECHA-Diplomkurs 18

1. Modul: 15.09.2016 - 16.09.2016
2. Modul: 03.02.2017 - 04.02.2017
3. Modul: 31.03.2017 - 01.04.2017
4. Modul: 23.06.2017 - 24.06.2017
5. Modul: 10.11.2017 - 11.11.2017

FAQ ECHA-Diplom

Hospitationen

Hospitationen bieten einen Einblick in Bildungseinrichtungen, die sich auf Begabungsförderung spezialisiert haben. In jedem Jahr werden verschiedene Angebote für die Kursteilnehmerinnen und -teilnehmer bereitgehalten. Die Einrichtungen werden in kleinen Gruppen besucht. Vor Ort besteht die Möglichkeit, sich die praktische Begabungsförderung anzusehen und mit den Kollegen in den Austausch zu kommen. Insgesamt müssen vier Hospitationen im gesamten Studienverlauf abgeleistet werden. Die Hospitationen werden in einer individuellen Kurzreflexion dokumentiert.

Verantwortlich für die Durchführung der Hospitationen ist Ralf Schütz.

Diplomarbeit

Das Weiterbildungsstudium soll dazu anregen, eigene Ideen, (Forder/Förder-)Konzepte und Angebote für begabte Schülerinnen und Schüler zu entwickeln und/oder aufzubauen. In der Diplomarbeit wird ein solches Angebot dokumentiert. Neben den theoretischen Grundlagen, die für das eigene Projekt relevant sind, soll aufgezeigt werden, welche Ziele verfolgt werden. Sie soll weiterhin eine Evaluation und/ oder Reflexion bezüglich der Umsetzung der Ziele beinhalten. Eine Implementation des Projektes in der eigenen Schule sollte angestrebt werden. Der Umfang der Arbeit sollte 60 Seiten nicht überschreiten. Die Arbeit wird zum Ende des Kurses den anderen Teilnehmerinnen und Teilnehmern vorgestellt. Diese mündliche Präsentation ist ebenfalls ein verpflichtender Teil des Diploms.

Die Begutachtung erfolgt durch Dozierende, die im Rahmen der ECHA-Weiterbildung tätig sind. Die Koordination übernimmt das ECHA-Prüfungsbüro (Dr. Robin Pflüger).

Verantwortlich für die (wissenschaftliche) Betreuung der Diplomarbeiten ist Julia Gilhaus.

Klausur

Die Klausur prüft den theoretischen Teil bzw. das theoretische Wissen des Weiterbildungsstudiums ab. Grundlage ist der ECHA-Literaturordner. Es soll hierüber gewährleistet werden, dass eine ausführliche Auseinandersetzung mit der Pflichtlektüre (Texte des Readers) erfolgt. In der Klausur sollen Fragen zu theoretischen Inhalten der vorgegebenen Literatur beantwortet und auf praktische Handlungsfelder transferiert werden. Insgesamt stehen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern drei Stunden für die Bearbeitung der Fragen zur Verfügung.

Verantwortlich für die Erstellung und Korrektur der Klausur ist Dr. Robin Pflüger (ECHA-Prüfungsbüro, Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung).

Regionale Arbeits- und Literaturgruppen

In den regionalen Arbeits- und Literaturgruppen wird die für die Klausur grundlegende Literatur in Teilgruppen erarbeitet und diskutiert. Ziel ist der Austausch unter den Teilnehmerinnen und Teilnehmern sowie die gemeinsame Vorbereitung auf die Klausur. Die Termine werden im ersten Modul mit den Literaturgruppenleitern vereinbart. In der Regel finden die Treffen zwei Mal vor dem Klausurtermin statt. Die Termine liegen in der Regel an Wochenenden.

Auch wenn die Teilnahme an den Literaturgruppen nicht zu den verpflichtenden Elementen des ECHA-Diploms gehört, ist es erfahrungsgemäß sehr sinnvoll, an diesem Zusatzangebot teilzunehmen, um sich zielgerichtet auf die Klausur vorzubereiten. Eine Teilnahme wird somit seitens des ECHA-Prüfungsbüros empfohlen.

Verantwortlich für die Durchführung der regionalen Arbeits- und Literaturgruppen sind Hilde Machowinski, Uschi Westphal und Petra Schickedanz.