Auftakt „Leistung macht Schule“ (LemaS) am 12.4.2018 in Essen

Am 12.4.2018 trafen sich über zweihundert Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Schule und Wissenschaft zum Auftakt der Initiative „Leistung macht Schule“ (LemaS) in Essen als Ergänzung zum vorausgegangenen Auftakt in Berlin. Die Initiative wird gemeinsam von der Kultusministerkonferenz und dem Bundesministerium für Bildung und Forschung getragen und ist auf zehn Jahre angelegt. 63 Schulen aus NRW sind daran beteiligt.

Nach einem musikalischen Auftakt des Philipp-Mohr-Quartetts des Landfermann-Gymnasiums in Duisburg begrüßte Ulrich Wehrhöfer, Abteilungsleiter des Referats 4 MSB, die Teilnehmenden in feierlichem Rahmen. Yvonne Gebauer, Ministerin für Schule und Bildung des Landes NRW, richtete ihr Grußwort an die Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Sie betonte, dass es der Landesregierung ein großes Anliegen sei, leistungsstarke Schülerinnen und Schüler gezielt zu fördern. Individuelle Förderung umfasse das gesamte Spektrum. Talente dürfen nicht brach liegen, sondern bedürfen Aufmerksamkeit und Unterstützung.

Herr Engelbert Sanders, Referatsleitung 412 MSB, erläuterte Struktur und Rahmenbedingungen der Initiative. Deren Teilprojekte wurden von Dr. Simone Seitz der Universität Paderborn sowie von Prof. Dr. Ralf Benölken und Prof. Dr. Christian Fischer der Westfälischen Wilhelms-Universität detailliert vorgestellt. Ein Fachvortrag von Prof. Dr. Christian Fischer zum Thema „Potenziale erkennen - Talente fördern“ vertiefte wichtige Aspekte.
Die teilnehmenden Schulen erhielten zahlreiche Gelegenheiten, um sich auszutauschen und erste Kontakte zu knüpfen. Hierbei gaben die Vertreterinnen und Vertreter der Schulen, die bereits erfolgreich im Projekt „Zentren für Begabtenförderung NRW“ mitarbeiten, Hilfestellungen und teilten ihre bisherigen Erfahrungen den regionalen Gruppen der Bezirksregierungen mit. Vielfältige Ansatzpunkte für die gemeinsame Weiterarbeit wurden aufgezeigt.
Als nächstes werden sich die teilnehmenden Schulen für die Arbeit an einzelnen Teilprojekten entscheiden. Das nächste große Treffen aller Beteiligten ist der Bildungskongress in Münster.

ETSN Akkreditierung

Das Internationale Centrum für Begabungsforschung freut sich in seiner Funktion als European Talent Center sehr, die erfolgreiche Akkreditierung von drei European Talent Points bekannt geben zu dürfen. Neben dem Bundesvorstand der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. wurden ebenfalls der Regionalverein DGhK Schleswig-Holstein e.V. sowie die Beratungseinrichtung Lernen mit Brausewetter in das European Talent Support Network (ETSN) aufgenommen.

Das ETSN ist ein sich ständig wandelndes und sich entwickelndes System, bestehend aus den European Talent Centern sowie den daran angegliederten European Talent Points, welche hierbei als gleichberechtigte Mitglieder fungieren. Es wurde offiziell am 29. September 2015 im Europäischen Parlament in Brüssel in Anwesenheit hochrangiger EU-Beamter und MdEPs gegründet.

Das Netzwerk mit seinen 20 Talent Centern (aus Österreich (2), Belgien, der Tschechischen Republik, Dänemark, Griechenland, den Niederlanden, Irland, Litauen, Ungarn, Deutschland (2), Italien, der Schweiz, der Slowakei, Slowenien, Spanien, der Türkei, Indien, Peru) und 300 Talent Points ist mittlerweile in 38 Ländern weltweit vertreten.

Weitere Informationen finden Sie auf der Homepage des Netzwerks http://etsn.eu/

Beginn der nächsten Ringvorlesung „Ressourcenorientierte Förderung“

Im Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Münster wird im Sommersemester 2018 in Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif) erneut eine Ringvorlesung zum Thema "Ressourcenorientierte Förderung bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten" angeboten.

Wie gelingt eine ressourcenorientierte Förderung bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten? Neben besonderen Schwierigkeiten im kognitiven Bereich (z.B. LRS, Dyskalkulie) geraten auch spezielle Probleme im sozial-emotionalen Bereich (z.B. ADHS, Autismus-Spektrums-Störung) vermehrt in den schulischen Fokus. Nicht zuletzt der Inklusionsanspruch führte zu einer verstärkten Konfrontation von allgemeinen Schulen mit Kindern und Jugendlichen mit sonderpädagogischem Förderbedarf. Dazu bedarf es einerseits adäquater Kompetenzen von Lehrerinnen und Lehrern im Umgang mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten, Lernbeeinträchtigungen und Verhaltensauffälligkeiten und andererseits ein verändertes Verständnis von schulischer Vielfalt.

 Diese Ringvorlesung will daher Möglichkeiten für eine ressourcenorientierte Förderung bei Lern- und Leistungsschwierigkeiten mit ausgewiesenen Expertinnen und Experten aus der Forschung und Praxis, aus unterschiedlichen Fachrichtungen innerhalb sowie außerhalb der Universität Münster präsentieren und diskutieren.

Es werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt, die zeigen, dass ein ressourcenorientierter Umgang mit individuellen Lern- und Leistungsschwierigkeiten – auch mit dem Blick auf potenziell leistungsfähige Schülerinnen und Schüler – gewinnbringend für alle sein kann.

Die Ringvorlesung ist für Pädagoginnen und Pädagogen und alle weiteren Interessierten ab dem 17.04.2018 geöffnet. Die Veranstaltung findet dienstags in der Zeit von 16.15 – 17.45 Uhr im S 10 im Schloss der Universität Münster (4. OG) statt.

Nachbericht CoTalent Salzburg

Das ICBF hat sich zusammen mit sieben weiteren Hochschul- und Universitätsorganisationen Europas sowie dem ÖZBF im Bereich der Hochschulbildung erfolgreich für ein 3-jähriges Erasmus+ Projekt beworben.

Das Erasmus+ Key Action 2 Projekt „CoTalent“, welches von September 2017 bis August 2020 umgesetzt wird, versucht diese Lücke zu schließen und gliedert sich daher in drei Hauptprodukte:

  • MeTalent Mirror: Materialien und Instrumente zur Selbstevaluation von Lehrenden mit dem Fokus auf Talententwicklung
  • YouTalentSpotter: Diagnoseinstrumente für Lehrende, um talentierte, motivierte und begabte Studierende leichter zu erkennen und ihnen Unterstützung in der Weiterentwicklung ihrer Talente zu bieten
  • e-library, eine Online-Plattform die Texte, Bilder und Mini-Movies zum Thema Honors in Europa bereitstellen wird und so zur Netzwerkbildung der Hochschulen und zur Schaffung von mehr Honors Programmen beitragen wird.

Alle Produkte werden in internationaler Co-Kreation von den Antragssteller/innen sowie Lehrenden und Studierenden aus den Partnerländern erarbeitet. So ist eine enge Verknüpfung an die Praxiserfahrungen und –bedarf der einzelnen Länder gewährleistet. Durch die Bereitstellung von online Materialien ist zudem eine individuelle Auswahl von benötigten Inhalten durch einzelne Organisationen möglich. Eine Präsentation der Arbeitsergebnisse wird im Sommer 2020 in Form einer Summer School stattfinden. Das ICBF hat sich, als Mitglied des Lenkungsausschusses des European Honors Council, an den Vorarbeiten für den Antrag intensiv beteiligt. Das zweite Treffen in Österreich widmete sich der ersten Produktentwicklung.

Weiterführende Informationen zur Arbeit des European Honors Council finden sich unter https://www.honorscouncil.eu/ Hier findet Sie auch das kostenlose online Journal zur Honors Education in Europa, welches im Juni 2017 erschienen ist. Auch ohne ein eigenes Honors-Programm können Sie sich als Mitglied kostenlos bei EHC anmelden, sodass Sie die monatliche Newsletter erhalten und auch über Fortschritte im ka2-Projekt auf dem Laufenden gehalten werden.

Fortbildung ECHA Diplom nun auch in englischer Sprache

Schülerinnen und Schüler mit besonderen Begabungen stellen eine große Herausforderung für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Dies erfährt derzeit auf internationaler Ebene eine besondere Aufmerksamkeit. Seit vielen Jahren bieten die Radboud University, Nijmegen, und das ICBF, Westfälische Wilhelms-Universität Münster, Fortbildungsprogramme für Lehrer und Lehrerinnen im Bereich der Hochbegabtenförderung an – jeweils in den Landessprachen Niederländisch und Deutsch. Nun ist von der Radboud University in Kooperation mit dem ICBF ein Fortbildungsprogramm in englischer Sprache entwickelt worden: RITHA – das steht für RadboudCSW International Training on High Ability.
Das Besondere an dieser Fortbildungsmöglichkeit ist die Durchführung in englischer Sprache, womit nun vielen Interessierten aus den diversesten Ländern eine Teilnahme ermöglicht werden kann. Ebenso wird der Internationalität der Zielgruppe gerecht durch Blended Learning – eine Kombination aus Onlineseminaren und lokalen Präsenzmodulen an unterschiedlichen Orten in Europa.
Die erste RITHA – Fortbildung beginnt im September 2018; Bewerbungsschluss ist der 31.05.2018. Weitere Information sind unter folgendem Link zu finden: www.ritha.world.

Flyer

Förderinitiative "Leistung macht Schule" startet

WWU mit drei Professoren an sieben Teilprojekten beteiligt

In Berlin fiel heute der Startschuss für die Bund-Länder-Initiative "Leistung macht Schule". Als eine von 16 Hochschulen und Einrichtungen beteiligt sich die WWU an sieben von insgesamt 24 Teilprojekten – mit Prof. Dr. Christian Fischer und Dr. Christiane Fischer-Ontrup, Leiter des Internationalen Centrums für Begabungsforschung, Prof. Dr. Friedhelm Käpnick vom Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik sowie Prof. Dr. Elmar Souvignier, Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung. Dazu erhält die WWU 4,5 Millionen Euro im Förderzeitraum 2018 bis 2022 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Im Rahmen des Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“ verfolgen insgesamt 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bildungswissenschaften, Psychologie und verschiedenen Fachdidaktiken das Ziel, 300 Schulen zur Förderung leistungsstarker und potentiell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler über eine leistungsfördernde Schul- und Netzwerkentwicklung zu begleiten und diagnosebasierte individualisierte Förderformate zu erarbeiten. Bundesweit nehmen 300 Grund- und weiterführende Schulen am Projekt teil, darunter 63 aus Nordrhein-Westfalen und drei Schulen aus Münster.

Nähere Informationen und die Pressemeldung finden sie hier:
Pressemitteilung des Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de
Pressemitteilung des Forschungsverbundes: Pressemitteilung LemaS

Tagungsbände zum 5. Münsterschen Bildungskongress erscheinen noch im Dezember in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann-Verlag

Vom 9. bis 12. September 2015 widmete sich der 5. Münstersche Bildungskongress dem Thema „Potenzialentwicklung. Begabungsförderung. Bildung der Vielfalt.“ Diese Themen betreffen mit Blick auf die internationalen Vergleichsstufen sowohl Kinder auf den unteren Kompetenzstufen als auch auf den oberen Kompetenzstufen, die in ihren Potenzialen und Begabungen gefördert werden müssen. Dies umfasst vielfältige Begabungsbereiche und bedeutet die Berücksichtigung interpersonaler Vielfalt, aber auch intrapersonaler Diversität etwa von begabten Kindern aus benachteiligten Lagen oder von mehrfach außergewöhnlichen Kindern. Ziel des Kongresses war es, eine potenzialorientierte Haltung gegenüber den Begabungen und Talenten aller Schülerinnen und Schüler auch im Kontext inklusiver Bildung in eine breitere öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Mit über 135 Beiträgen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker neue Impulse gesetzt, Themen diskutiert und neue Ansätze vorgetragen. Dank der interessanten Beiträge und anregenden Gespräche wurde der 5. Münstersche Bildungskongress zu einem anspruchsvollen Format wissenschaftlichen Austausches und interdisziplinären Gesprächs. Die dort vorgetragenen und diskutierten Beiträge wurden in zwei Tagungsbänden zusammengefasst.
Der erste Band umfasst Beiträge aus der Begabungsforschung aus dem frühkindlichen, schulischen, außerschulischen und beruflichen Kontext. Zusätzlich finden sich in diesem Band auch Symposiumsbeiträge zur Talententwicklung, die im Rahmen des Kongresses vorgestellt wurden. Der zweite Band umfasst Beiträge aus der Begabungsförderung aus der fachspezifischen und fachübergreifenden schulischen sowie außerschulischen Praxis. Zusätzlich finden sich in diesem Band auch Beiträge zu Zentren, Arbeitskreisen und Programmen zur Talententwicklung, die im Rahmen des Kongresses vorgestellt wurden.

Die Anmeldung zum 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort möglich

Die Anmeldung für den 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort über die Kongresswebseite (http://icbfkongress.de/anmeldung) möglich. Der Kongress findet vom 19. bis 22. September 2018 unter dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ statt. Für die Haupt- und Parallelvorträge an den Vormittagen, in welchen allgemeine und theoretische Aspekte aufgegriffen und diskutiert werden, haben bereits viele Referentinnen und Referenten zugesagt, die sich unter dem Oberthema des Kongresses mit spezifischen Themenbereichen auseinandersetzen. Wir freuen uns zum jetzigen Zeitpunkt über Zusagen u.a. von:
Prof. Dr. Susan Baum (NAGC Washington, USA), Prof. Dr. François Gagné (Université du Québec a Montréal, Kanada), Prof. Dr. Heiner Gembris (Universität Paderborn), Prof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel), Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF Berlin), Prof. Victor Müller-Oppliger (PH FHNW Basel, Schweiz), Prof. Dr. Aljoscha Neubauer (Universität Graz, Österreich), Prof. Dr. Christoph Perleth (Universität Rostock), Prof. Dr. Francis Preckel (Universität Trier), Prof. Andreas Schleicher (OECD Paris, Frankreich), Prof. Dr. Jörg Schorer (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Simone Seitz (Universität Paderborn), Prof. Dr. Andrzej Sękowski (J. P. Cath. University of Lublin, Polen), Prof. Dr. Del Siegle (University of Connecticut, USA), Prof. Dr. Claudia Solzbacher (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Heidrun Stöger (Universität Regensburg), Prof. Dr. Miriam Vock (Universität Potsdam), Prof. Dr. Thomas Wagner (Päd. Hochschule Linz, Österreich), Prof. Dr. Gabriele Weigand (Päd. Hochschule Karlsruhe), Prof. Dr. Albert Ziegler (Universität Erlangen-Nürnberg)...

Nähere Informationen und weitere Referentinnen und Referenten finden Sie unter: www.icbf-kongress.de.

„Zeigt, was ihr könnt“ – Dissertation von Anne Vohrmann als weitere Neuerscheinung in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann-Verlag

Ebenfalls im Waxmann-Verlag erscheint Anfang 2018 die Dissertation von Anne Vohrmann mit dem Titel „Zeigt, was ihr könnt! Wirkung eines Motivations- und Selbststeuerungstrainings für besonders begabte Underachiever (MoSt) in Form eines Kleingruppentrainings im schulischen Kontext“

„Besondere Begabungen lassen sich nicht unbedingt an Schulleistungen festmachen. Was aber tun, wenn besondere Begabung nicht in entsprechende Leistung umgesetzt wird bzw. umgesetzt werden kann?
Am Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) wurde 2011 ein Motivations- und Selbststeuerungstraining für besonders begabte Schüler mit Lern-und Leistungsschwierigkeiten (Underachiever) als außerschulische Einzelförderung entwickelt. Da der Bedarf an Motivations- und Selbststeuerungsförderung hoch ist, entstand darauf aufbauend dieses Promotionsprojekt mit dem Ziel, mehr Schüler mit dem Training zu erreichen und es an den schulischen Kontext zu koppeln. Unter der Fragestellung „Welche Wirkung erzielt ein Motivations- und Selbststeuerungstraining für besonders begabte Underachiever, wenn es in Kleingruppen im schulischen Kontext durchgeführt wird?“ wurde die Interventionsmaßnahme evaluiert.

Vorbestellungen sind über das Neuerscheinungsblatt im Anhang möglich.

6. Münsterscher Bildungskongress - Call for Papers

Der 6. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ findet vom 19. – 22. September 2018 statt. Wir freuen uns, dass wir mit Prof. Dr. Andreas Schleicher, OECD Direktor des Direktorats für Bildung und PISA-Koordinator, einen ausgewiesenen Experten zu den Entwicklungen des deutschen Bildungssystems als Eröffnungsredner des Kongresses gewinnen konnten.

Im Rahmen des Nachmittagsbereiches können sich wieder (Nachwuchs-)Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen mit einem Beitrag bewerben. Der Call for Papers soll für den Nachmittagsbereich im Rahmen des Kongresses eine Differenzierung hinsichtlich pädagogisch-praktischer Implikationen sowie wissenschaftlicher Aspekte ermöglichen. Möglich ist es, sich für folgende Formate zu bewerben: praxisorientierter Vortrag (45 Minuten), wissenschaftlich orientierter Vortrag (30 Minuten), Workshop (90 Minuten), Symposium (90 Minuten), Poster. Beiträge können ab sofort und bis zum 15. April 2018 online über folgenden Link eingereicht werden:

http://icbfkongress.de/call-for-papers/anmeldung-call-for-papers

Um regelmäßig neue Informationen zum Kongress zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de oder besuchen Sie unsere Homepage http://icbfkongress.de.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Der nächste Fortbildungslehrgang ECHA-Diplom für Lehrpersonen beginnt im September 2018.
Hier finden Sie die Informationen dazu.

ECHA-Coach
Anmeldungen für den ECHA Coach Kurs beginnend im Januar 2019 sind nun möglich. Weitere generelle Informationen dazu finden Sie hier.

ECHA-Zertifikat
Bei Interesse am Kurs nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Archiv

Forum 2017 „Bildungsungleichheit und Talentförderung“

Forum 2017 „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion sind nach wie vor zentrale schulpädagogische Themen. Bildungskonzepte schwanken zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Das Ergebnis sind häufig Polarisierungen im Schulsystem. In der Ringvorlesung in diesem Sommersemester am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Münster werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt. Diese zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt gewinnbringend für alle sein kann.

Im Rahmen dieser Ringvorlesung findet am 27. Juni 2017 das Forum „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und dem Zentrum für Lehrerbildung statt. Der Veranstaltungsort ist das Vom-Stein-Haus (Schlossplatz 34, Münster).

Nach den Kurzvorträgen von Prof. Dr. Wilfried Bos (Technische Universität Dortmund) zum Thema „Befunde aus den Vergleichsstudien“ und von Prof. Dr. El-Mafalaani (Fachhochschule Münster) über die „Bildungsgerechtigkeit und Migration“ werden beide Referenten an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Die weiteren Diskutanten sind: Prof. Dr. Wolfgang Böttcher (Universität Münster), Prof. Dr. Christian Fischer (Universität Münster), OStD‘ Dorothee Schlüter (Schulleiterin ASGS-Gymnasium Marl), Dr. Michael Voges (Staatssrat a.D.), RB‘r Ulrich Wehrhöfer (MSW NRW). Die Moderation übernimmt Staatssekretär a.D. Burkhard Jungkamp.

Das Forum richtet sich an alle Lehrpersonen, Referendarinnen und Referendare, Studierende sowie alle weiteren Interessierte. Das genaue Programm finden Sie hier.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter dem folgenden Link: www.zukunftsschulen-nrw.de/lif-tagung-2017.

Ankündigung der Ringvorlesung Sommersemester 2017

In Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif) wird im Sommersemester 2017 im Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Münster wieder eine Ringvorlesung angeboten.

Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion ist nach wie vor ein zentrales schulpädagogisches Thema. Daher greift die Ringvorlesung im Sommersemester 2017 das Thema „Potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion“ auf. Dabei werden hinsichtlich vielfältiger Herausforderungen für die diversitätssensible und inklusionsorientierte Umgestaltung des Schulsystems die Expertise aus unterschiedlichen Fachrichtungen innerhalb sowie außerhalb der Universität Münster gebündelt.

Derzeit schwanken Bildungskonzepte zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Das Ergebnis sind häufig Polarisierungen im Schulsystem. In dieser Ringvorlesung sollen unterschiedliche Ansätze vorgestellt werden, die zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt gewinnbringend für alle sein kann.

Die Ringvorlesung ist für interessierte Pädagoginnen und Pädagogen ab dem 2.05.2017 geöffnet. Die Veranstaltung findet dienstags in der Zeit von 16.15 - 17.45 Uhr im S 10 im Schloss der Universität Münster (4. OG) statt.

Hier können Sie die aktuelle Ringvorlesung herunterladen.

Einladung zu einer Informationsveranstaltung über Weiterbildungen am LIF NRW und ICBF

Am 1. Juni 2017 findet von 18.00 – ca. 19.30 Uhr im Schloss der Universität Münster (Raum S1 im Schloss der Universität Münster, Schlossplatz 2, 48149 Münster) eine Informationsveranstaltung zu den beiden Weiterbildungsformaten des LIF NRW und ICBF Experte Individuelle Förderung und ECHA-Diplom – Specialist in Gifted Education statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhalten Sie genauere Einblicke in die Themen des Experten Individuelle Förderung und des ECHA-Diploms. Nach einer Vorstellung der Maßnahmen durch Professor Dr. Christian Fischer haben Sie die Gelegenheit, offene Fragen persönlich zu klären. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung werden via E-Mail (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) erbeten.

International Honours Conference 2017

Am Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Juni 2017 findet in Zwolle, Niederlande, die nächste jährlich stattfindende internationale Honours Conference statt.

„Creating community“ ist das Thema der Konferenz. Im Fokus steht daher der lokale, regionale, nationale und internationale Austausch von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Dozentinnen und Dozenten sowie von Interessierten aus der beruflichen Praxis. Ziel ist es, einen aktiven Austausch aller Beteiligten zum Thema Honours Education zu fördern, um (internationale) Angebote für talentierte Studierende in Europa bekannt zu machen und zu fördern.

Dr. Hans Riegel Fachpreise 2017

Ziel ist es, außergewöhnliche Leistungen schon in der Schule zu erkennen und zu belohnen. Junge Talente sollen entdeckt, gefordert, gefördert und für ein Studium der Naturwissenschaften begeistert werden.

Gemeinsam vergeben die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung der Universitäten Münster und Nijmegen in jedem Jahr den Dr. Hans Riegel-Fachpreis für exzellente Facharbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik.

Die Preise von 600 Euro, 400 Euro und 200 Euro werden für jedes der fünf Fächer vergeben.

Die Schulen der Erstplatzierten erhalten jeweils einen Sachpreis im Wert von etwa 250 Euro für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Dieser wird mit der Schulleitung abgestimmt und bei der Verleihung der Dr. Hans Riegel-Fachpreise überreicht.

Neuer Abgabetermin Montag, 15. Mai 2017

Weitere Informationen

Begabung macht Bunt: Potenziale entdecken – Begabte fördern – Schule entwickeln

Zu diesem Thema fand am 10. und 11. Februar eine Fachtagung der Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB) in Hamburg statt. Neben wissenschaftlichen Vorträgen von Prof. Dr. Elsbeth Stern, Prof. Dr. Aljoscha Neubauer und Prof. Dr. Franzis Preckel wurde ein breites Spektrum an praktischen Konzepten & Ansätzen aus der schulischen und unterrichtlichen Praxis vorgestellt. Auch das ICBF war am Freitag mit zwei Workshops zu den Themen „Potenziale – entdecken, entfalten, entwickeln. Schulprojekte zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern“ (Sarah Rotthues & Julia Gilhaus) und „Mehrfach außergewöhnliche Kinder – Bedürfnisse und Unterstützungsmöglichkeiten“ (Vivian van Gerven & Nele Scharffenstein) vertreten.

„…dem Nachwuchs eine Bühne geben!“

Entsprechend diesem Motto stellte Dr. Lars Göhmann, Kuratoriumsvorsitzender der proskenion Stiftung, am vergangenen Dienstag die interessanten Forschungsarbeiten der Stiftung zur Nachwuchsförderung in den darstellenden Künsten im Rahmen des Forschungskolloquiums des ICBFs vor.

Die Forschungsarbeit der Stiftung geht von dem Ansatz der Expertiseforschung und der Annahme aus, dass Begabung eine dynamische, entwicklungsorientierte Fähigkeit ist, die sich durch umfangreiches und intensives Üben in herausragende künstlerische Fähigkeiten entwickeln kann (Deliberate Practice). Dabei stehen neben Fragen zu Vorrausetzungen für gelingende Entwicklungsprozesse insbesondere Einflussfaktoren für die künstlerische Begabungsentfaltung im Fokus. Eine Fragebogenstudie von Studierenden an staatlichen Ausbildungsinstitutionen in den Bereichen Schauspiel, Musical und Tanz zeigt, dass neben der Kompetenz zur Fokussierung und familiärer Rückhalt, im Wesentlichen Vorerfahrungen und Vorausbildungen elementare Voraussetzungen und Einflussfaktoren für die Entwicklung von Leistungseminenz in den darstellenden Künsten sind. Während sich in Tanz und Musik entsprechend der Bedeutung einer langjährigen Vorausbildung insgesamt ein umfangreicheres und qualifizierteres Angebot in der Nachwuchsförderung nachweisen lässt, lassen sich im Gegensatz zu den Niederlanden im Schauspiel oder Musical kaum überregionale und institutionell verankerte Angebote in Deutschland finden.

Dies macht das Erfordernis der Begabungsförderung über die reinen kognitiven Fähigkeiten hinaus, für eine Vielfalt an Begabungen deutlich.

Die Entwicklung der Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden in der Individuellen Begabungsförderung – Neuerscheinung in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann Verlag.

Individuelle Begabungen zu fördern ist eine wichtige Aufgabe von Lehrpersonen, aber auch eine anspruchsvolle. Im Sinne der Professionalisierung von Lehrpersonen stellt sich die Frage, inwieweit eine entsprechende Potenzialorientierung bereits in der ersten Phase der Lehrerbildung unterstützt werden kann. In der vorliegenden Studie zur Entwicklung der adaptiven Lehrkompetenz von Studierenden im Kontext forschenden Lernens werden anhand von qualitativen und quantitativen Daten Lern- und Arbeitsprozesse untersucht. Dabei wird das Forder-Förder-Projekt Advanced, das an der Universität Münster durch das Internationale Centrum für Begabungsforschung und das Landeskompetenzzentrum Individuelle Förderung NRW in Zusammenarbeit mit dem Institut für Erziehungswissenschaft umgesetzt wird, herangezogen. Der Autor David Rott ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am Institut für Erziehungswissenschaft der WWU, zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Centrum für Begabungsforschung, am Landeskompetenzzentrum Individuelle Förderung NRW und dem Institut für Erziehungswissenschaft.

David Rott (2017). Die Entwicklung der Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden in der Individuellen Begabungsförderung Forschendes Lernen aufgezeigt am Forder-Förder-Projekt Advanced. Reihe: Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung, Band 2, 392 Seiten, broschiert, 39,90 €, ISBN 978-3-8309-3498-1