Förderinitiative "Leistung macht Schule" startet

WWU mit drei Professoren an sieben Teilprojekten beteiligt

In Berlin fiel heute der Startschuss für die Bund-Länder-Initiative "Leistung macht Schule". Als eine von 16 Hochschulen und Einrichtungen beteiligt sich die WWU an sieben von insgesamt 24 Teilprojekten – mit Prof. Dr. Christian Fischer und Dr. Christiane Fischer-Ontrup, Leiter des Internationalen Centrums für Begabungsforschung, Prof. Dr. Friedhelm Käpnick vom Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik sowie Prof. Dr. Elmar Souvignier, Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung. Dazu erhält die WWU 4,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Initiative ist es, Ansätze zu entwickeln, um begabte und talentierte Schüler zu identifizieren und maximal zu fördern. Bundesweit nehmen 300 Grund- und weiterführende Schulen am Projekt teil, darunter 63 aus Nordrhein-Westfalen und drei Schulen aus Münster.

Nähere Informationen und die Pressemeldung finden sie hier:
Pressemitteilung des Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de
Pressemitteilung des Forschungsverbundes: Pressemitteilung LemaS

MGP 35:Gibt es den normalen Schüler (noch)? In Schule und Unterricht mit Diversität umgehen

Traditionell orientiert sich unser Schulsystem am Ideal möglichst homogener Lerngruppen. Im Gegensatz dazu steigt heute die Vielfalt in den Klassenzimmern stetig weiter: Immer mehr Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund; der Anspruch auf gemeinsames Lernen ist rechtlich verankert und wird in der Praxis zunehmend eingefordert.

Mittlerweile ist daher die individuelle Förderung zentrale Leitidee moderner Schulgesetze. In Schule und Unterricht werden Formen innerer und äußerer Differenzierung entwickelt und erprobt. Doch kann Schule auf jede Vorstellung von „Normalität“ verzichten? Ihr Bildungsauftrag besteht auch in der Herstellung von Gemeinsamkeit. Diese erfordert Auseinandersetzung darüber, was gelten soll, Verständigung über gemeinsame Wertorientierungen und „Normalität“.

Die Münsterschen Gespräche zur Pädagogik am 26. und 27. Februar 2018 wollen das Spannungsfeld zwischen Vielfalt und „Normalität“ ausloten. Neben wissenschaftlichen Referaten werden aktuelle Ansätze aus der Praxis vorgestellt und diskutiert. Eingeladen sind alle, denen professionell gestaltete Schule und Unterricht am Herzen liegen: Schulleiter/innen und Lehrkräfte, Erziehungswissenschaftler/innen, Fachleiter/innen, Lehrerfortbildner/innen, Schulträgervertreter/innen, Bildungspolitiker/innen und interessierte Öffentlichkeit.

Anmeldungen nimmt das Franz Hitze Haus als Tagungsort gerne entgegen, weitere Informationen finden Sie hier.

4,5 Millionen Euro für die WWU im Rahmen eines BMBF-Forschungsverbundes zur Förderung (potentiell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Im Rahmen der bereits im November 2016 gemeinsam angestoßenen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schülern war die Universität Münster nun im November mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) als eine von 16 beteiligten Einrichtungen im Rahmen eines BMBF-Forschungsverbundes erfolgreich. Insgesamt erhalten das Institut für Erziehungswissenschaft (Prof. Dr. Christian Fischer & Dr. Christiane Fischer-Ontrup), das Institut für Didaktik der Mathematik (Prof. Dr. Friedhelm Käpnick & Jun.-Prof. Dr. Ralf Benölken) und das Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung (Prof. Dr. Elmar Souvignier) 4,5 Millionen Euro Drittmittel vom BMBF zur wissenschaftlichen Begleitung der Förderung (potentiell) leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Förderzeitraum 2018 bis 2022. Im Rahmen des Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“ verfolgen insgesamt 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bildungswissenschaften, Psychologie und verschiedenen Fachdidaktiken das Ziel, 300 Schulen zur Förderung leistungsstarker und potentiell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler über eine leistungsfördernde Schul- und Netzwerkentwicklung zu begleiten und diagnosebasierte individualisierte Förderformate zu erarbeiten.
Link zur Meldung:
https://www.bmbf.de/files/Initiative_Leistungsstarke_Beschluss.pdf

Tagungsbände zum 5. Münsterschen Bildungskongress erscheinen noch im Dezember in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann-Verlag

Vom 9. bis 12. September 2015 widmete sich der 5. Münstersche Bildungskongress dem Thema „Potenzialentwicklung. Begabungsförderung. Bildung der Vielfalt.“ Diese Themen betreffen mit Blick auf die internationalen Vergleichsstufen sowohl Kinder auf den unteren Kompetenzstufen als auch auf den oberen Kompetenzstufen, die in ihren Potenzialen und Begabungen gefördert werden müssen. Dies umfasst vielfältige Begabungsbereiche und bedeutet die Berücksichtigung interpersonaler Vielfalt, aber auch intrapersonaler Diversität etwa von begabten Kindern aus benachteiligten Lagen oder von mehrfach außergewöhnlichen Kindern. Ziel des Kongresses war es, eine potenzialorientierte Haltung gegenüber den Begabungen und Talenten aller Schülerinnen und Schüler auch im Kontext inklusiver Bildung in eine breitere öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Mit über 135 Beiträgen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker neue Impulse gesetzt, Themen diskutiert und neue Ansätze vorgetragen. Dank der interessanten Beiträge und anregenden Gespräche wurde der 5. Münstersche Bildungskongress zu einem anspruchsvollen Format wissenschaftlichen Austausches und interdisziplinären Gesprächs. Die dort vorgetragenen und diskutierten Beiträge wurden in zwei Tagungsbänden zusammengefasst.
Der erste Band umfasst Beiträge aus der Begabungsforschung aus dem frühkindlichen, schulischen, außerschulischen und beruflichen Kontext. Zusätzlich finden sich in diesem Band auch Symposiumsbeiträge zur Talententwicklung, die im Rahmen des Kongresses vorgestellt wurden. Der zweite Band umfasst Beiträge aus der Begabungsförderung aus der fachspezifischen und fachübergreifenden schulischen sowie außerschulischen Praxis. Zusätzlich finden sich in diesem Band auch Beiträge zu Zentren, Arbeitskreisen und Programmen zur Talententwicklung, die im Rahmen des Kongresses vorgestellt wurden.

Die Anmeldung zum 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort möglich

Die Anmeldung für den 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort über die Kongresswebseite (http://icbfkongress.de/anmeldung) möglich. Der Kongress findet vom 19. bis 22. September 2018 unter dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ statt. Für die Haupt- und Parallelvorträge an den Vormittagen, in welchen allgemeine und theoretische Aspekte aufgegriffen und diskutiert werden, haben bereits viele Referentinnen und Referenten zugesagt, die sich unter dem Oberthema des Kongresses mit spezifischen Themenbereichen auseinandersetzen. Wir freuen uns zum jetzigen Zeitpunkt über Zusagen u.a. von:
Prof. Dr. Susan Baum (NAGC Washington, USA), Prof. Dr. François Gagné (Université du Québec a Montréal, Kanada), Prof. Dr. Heiner Gembris (Universität Paderborn), Prof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel), Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF Berlin), Prof. Victor Müller-Oppliger (PH FHNW Basel, Schweiz), Prof. Dr. Aljoscha Neubauer (Universität Graz, Österreich), Prof. Dr. Christoph Perleth (Universität Rostock), Prof. Dr. Francis Preckel (Universität Trier), Prof. Andreas Schleicher (OECD Paris, Frankreich), Prof. Dr. Jörg Schorer (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Simone Seitz (Universität Paderborn), Prof. Dr. Andrzej Sękowski (J. P. Cath. University of Lublin, Polen), Prof. Dr. Del Siegle (University of Connecticut, USA), Prof. Dr. Claudia Solzbacher (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Heidrun Stöger (Universität Regensburg), Prof. Dr. Miriam Vock (Universität Potsdam), Prof. Dr. Thomas Wagner (Päd. Hochschule Linz, Österreich), Prof. Dr. Gabriele Weigand (Päd. Hochschule Karlsruhe), Prof. Dr. Albert Ziegler (Universität Erlangen-Nürnberg)...

Nähere Informationen und weitere Referentinnen und Referenten finden Sie unter: www.icbf-kongress.de.

„Zeigt, was ihr könnt“ – Dissertation von Anne Vohrmann als weitere Neuerscheinung in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann-Verlag

Ebenfalls im Waxmann-Verlag erscheint Anfang 2018 die Dissertation von Anne Vohrmann mit dem Titel „Zeigt, was ihr könnt! Wirkung eines Motivations- und Selbststeuerungstrainings für besonders begabte Underachiever (MoSt) in Form eines Kleingruppentrainings im schulischen Kontext“

„Besondere Begabungen lassen sich nicht unbedingt an Schulleistungen festmachen. Was aber tun, wenn besondere Begabung nicht in entsprechende Leistung umgesetzt wird bzw. umgesetzt werden kann?
Am Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) wurde 2011 ein Motivations- und Selbststeuerungstraining für besonders begabte Schüler mit Lern-und Leistungsschwierigkeiten (Underachiever) als außerschulische Einzelförderung entwickelt. Da der Bedarf an Motivations- und Selbststeuerungsförderung hoch ist, entstand darauf aufbauend dieses Promotionsprojekt mit dem Ziel, mehr Schüler mit dem Training zu erreichen und es an den schulischen Kontext zu koppeln. Unter der Fragestellung „Welche Wirkung erzielt ein Motivations- und Selbststeuerungstraining für besonders begabte Underachiever, wenn es in Kleingruppen im schulischen Kontext durchgeführt wird?“ wurde die Interventionsmaßnahme evaluiert.

Vorbestellungen sind über das Neuerscheinungsblatt im Anhang möglich.

16. ECHA-Konferenz in Dublin

Vom 8. bis 11. August findet in Dublin die 16. ECHA-Konferenz rund um das Thema „Working with Gifted Students in the 21st Century“ statt. Vorträge und Workshops richten sich inhaltlich an unterschiedlichen Themenfeldern aus, wie etwa Fragen um die Identifizierung von Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten sozialen Lagen oder aber der Nutzen von moderner Technologie im Rahmen von Begabtenförderungsprogrammen. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Eltern, pädagogisches Fachpersonal und Interessierte sind eingeladen. Als Keynote-Speaker wurden unter anderem Prof. Francoys Gagné, Prof. Heidrun Stöger und Prof. Tracy Cross geladen. Die Deadline für die Einreichung von Abstracts wurde verschoben: Der Call for Abstracts ist nun bis zum 21. Februar 2018 geöffnet. Die early bird Registrierung kann noch bis zum 31. Mai 2018 erfolgen. Weitere Informationen können Sie auf der Kongresswebsite finden.

Achtung: Neue Deadline für den Call für Abstracts: 21.02.2018

6. Münsterscher Bildungskongress - Call for Papers

Der 6. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ findet vom 19. – 22. September 2018 statt. Wir freuen uns, dass wir mit Prof. Dr. Andreas Schleicher, OECD Direktor des Direktorats für Bildung und PISA-Koordinator, einen ausgewiesenen Experten zu den Entwicklungen des deutschen Bildungssystems als Eröffnungsredner des Kongresses gewinnen konnten.

Im Rahmen des Nachmittagsbereiches können sich wieder (Nachwuchs-)Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen mit einem Beitrag bewerben. Der Call for Papers soll für den Nachmittagsbereich im Rahmen des Kongresses eine Differenzierung hinsichtlich pädagogisch-praktischer Implikationen sowie wissenschaftlicher Aspekte ermöglichen. Möglich ist es, sich für folgende Formate zu bewerben: praxisorientierter Vortrag (45 Minuten), wissenschaftlich orientierter Vortrag (30 Minuten), Workshop (90 Minuten), Symposium (90 Minuten), Poster. Beiträge können ab sofort und bis zum 31. März 2018 online über folgenden Link eingereicht werden:

http://icbfkongress.de/call-for-papers/anmeldung-call-for-papers

Um regelmäßig neue Informationen zum Kongress zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de oder besuchen Sie unsere Homepage http://icbfkongress.de.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Der nächste Fortbildungslehrgang ECHA-Diplom für Lehrpersonen beginnt im September 2018.
Hier finden Sie die Informationen dazu.

ECHA-Coach
Anmeldungen für den ECHA Coach Kurs beginnend im Januar 2019 sind nun möglich. Weitere generelle Informationen dazu finden Sie hier.

ECHA-Zertifikat
Bei Interesse am Kurs nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Archiv

International Honours Conference 2017

Am Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Juni 2017 findet in Zwolle, Niederlande, die nächste jährlich stattfindende internationale Honours Conference statt.

„Creating community“ ist das Thema der Konferenz. Im Fokus steht daher der lokale, regionale, nationale und internationale Austausch von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Dozentinnen und Dozenten sowie von Interessierten aus der beruflichen Praxis. Ziel ist es, einen aktiven Austausch aller Beteiligten zum Thema Honours Education zu fördern, um (internationale) Angebote für talentierte Studierende in Europa bekannt zu machen und zu fördern.

Dr. Hans Riegel Fachpreise 2017

Ziel ist es, außergewöhnliche Leistungen schon in der Schule zu erkennen und zu belohnen. Junge Talente sollen entdeckt, gefordert, gefördert und für ein Studium der Naturwissenschaften begeistert werden.

Gemeinsam vergeben die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung der Universitäten Münster und Nijmegen in jedem Jahr den Dr. Hans Riegel-Fachpreis für exzellente Facharbeiten in den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik.

Die Preise von 600 Euro, 400 Euro und 200 Euro werden für jedes der fünf Fächer vergeben.

Die Schulen der Erstplatzierten erhalten jeweils einen Sachpreis im Wert von etwa 250 Euro für den mathematisch-naturwissenschaftlichen Unterricht. Dieser wird mit der Schulleitung abgestimmt und bei der Verleihung der Dr. Hans Riegel-Fachpreise überreicht.

Neuer Abgabetermin Montag, 15. Mai 2017

Weitere Informationen

Begabung macht Bunt: Potenziale entdecken – Begabte fördern – Schule entwickeln

Zu diesem Thema fand am 10. und 11. Februar eine Fachtagung der Beratungsstelle besondere Begabungen (BbB) in Hamburg statt. Neben wissenschaftlichen Vorträgen von Prof. Dr. Elsbeth Stern, Prof. Dr. Aljoscha Neubauer und Prof. Dr. Franzis Preckel wurde ein breites Spektrum an praktischen Konzepten & Ansätzen aus der schulischen und unterrichtlichen Praxis vorgestellt. Auch das ICBF war am Freitag mit zwei Workshops zu den Themen „Potenziale – entdecken, entfalten, entwickeln. Schulprojekte zur individuellen Förderung von Schülerinnen und Schülern“ (Sarah Rotthues & Julia Gilhaus) und „Mehrfach außergewöhnliche Kinder – Bedürfnisse und Unterstützungsmöglichkeiten“ (Vivian van Gerven & Nele Scharffenstein) vertreten.

„…dem Nachwuchs eine Bühne geben!“

Entsprechend diesem Motto stellte Dr. Lars Göhmann, Kuratoriumsvorsitzender der proskenion Stiftung, am vergangenen Dienstag die interessanten Forschungsarbeiten der Stiftung zur Nachwuchsförderung in den darstellenden Künsten im Rahmen des Forschungskolloquiums des ICBFs vor.

Die Forschungsarbeit der Stiftung geht von dem Ansatz der Expertiseforschung und der Annahme aus, dass Begabung eine dynamische, entwicklungsorientierte Fähigkeit ist, die sich durch umfangreiches und intensives Üben in herausragende künstlerische Fähigkeiten entwickeln kann (Deliberate Practice). Dabei stehen neben Fragen zu Vorrausetzungen für gelingende Entwicklungsprozesse insbesondere Einflussfaktoren für die künstlerische Begabungsentfaltung im Fokus. Eine Fragebogenstudie von Studierenden an staatlichen Ausbildungsinstitutionen in den Bereichen Schauspiel, Musical und Tanz zeigt, dass neben der Kompetenz zur Fokussierung und familiärer Rückhalt, im Wesentlichen Vorerfahrungen und Vorausbildungen elementare Voraussetzungen und Einflussfaktoren für die Entwicklung von Leistungseminenz in den darstellenden Künsten sind. Während sich in Tanz und Musik entsprechend der Bedeutung einer langjährigen Vorausbildung insgesamt ein umfangreicheres und qualifizierteres Angebot in der Nachwuchsförderung nachweisen lässt, lassen sich im Gegensatz zu den Niederlanden im Schauspiel oder Musical kaum überregionale und institutionell verankerte Angebote in Deutschland finden.

Dies macht das Erfordernis der Begabungsförderung über die reinen kognitiven Fähigkeiten hinaus, für eine Vielfalt an Begabungen deutlich.

Die Entwicklung der Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden in der Individuellen Begabungsförderung – Neuerscheinung in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann Verlag.

Individuelle Begabungen zu fördern ist eine wichtige Aufgabe von Lehrpersonen, aber auch eine anspruchsvolle. Im Sinne der Professionalisierung von Lehrpersonen stellt sich die Frage, inwieweit eine entsprechende Potenzialorientierung bereits in der ersten Phase der Lehrerbildung unterstützt werden kann. In der vorliegenden Studie zur Entwicklung der adaptiven Lehrkompetenz von Studierenden im Kontext forschenden Lernens werden anhand von qualitativen und quantitativen Daten Lern- und Arbeitsprozesse untersucht. Dabei wird das Forder-Förder-Projekt Advanced, das an der Universität Münster durch das Internationale Centrum für Begabungsforschung und das Landeskompetenzzentrum Individuelle Förderung NRW in Zusammenarbeit mit dem Institut für Erziehungswissenschaft umgesetzt wird, herangezogen. Der Autor David Rott ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Rahmen der Qualitätsoffensive Lehrerbildung am Institut für Erziehungswissenschaft der WWU, zuvor wissenschaftlicher Mitarbeiter am Internationalen Centrum für Begabungsforschung, am Landeskompetenzzentrum Individuelle Förderung NRW und dem Institut für Erziehungswissenschaft.

David Rott (2017). Die Entwicklung der Handlungskompetenz von Lehramtsstudierenden in der Individuellen Begabungsförderung Forschendes Lernen aufgezeigt am Forder-Förder-Projekt Advanced. Reihe: Begabungsförderung: Individuelle Förderung und Inklusive Bildung, Band 2, 392 Seiten, broschiert, 39,90 €, ISBN 978-3-8309-3498-1

Erasmus+ Projekt ‚EGIFT‘ gestartet

Das Erasmus+ Projekt ‚EGIFT‘ verfolgt das Ziel, interessierte Lehrkräfte darin zu unterstützen, begabte Kinder in ihren Klassen bestmöglich zu fördern. Beteiligt an dem Projekt sind verschiedene Universitäten aus Europa, darunter auch die Westfälische Wilhelms Universität Münster. Umgesetzt werden soll das Projekt einerseits mithilfe einer ‚Open Educational Resource (OER)‘, die verschiedene interaktive Aufgaben zu folgenden fünf Bereichen im Feld der Hochbegabung bieten wird: Programmgestaltungsprinzipien, Lehrstrategien, erlebte Erfahrungen, Identifikation, soziales und emotionales Wohlbefinden. Zusätzlich zu den Online-Ressourcen wird es ab Juli 2017 verschiedene fünftägige Trainingsveranstaltungen geben. Die Veranstaltungen setzen sich aus Vorträgen und Workshops zusammen, die durch Material, welches für die OER entwickelt wurde, unterstützt werden.

The EGIFT project is and Erasmus+ funded project with the goal of helping educators in mainstream classrooms to provide appropriate educational opportunities for gifted students in their classes. To serve this goal we propose to increase the competency and skills of these educators through the use of an Open Educational Resource, or OER; and a number of training events taking place across Europe. The OER will take the form of the High Ability Educators Portal. This will be an easy to use resource that will give educators interested in the field of Gifted Education a foundation in the field. It will be designed as a set of introductory interactive exercises cover five areas important within the field: Identification, Lived Experience of Gifted Students, Social and Emotional Wellbeing, Teaching Strategies, and Programme Design Principles. These strands will be further broken down into a series of one hour topics with some simple assessment and feedback linked to each topic.

Supporting the OER will be a series of training events, beginning in July 2017, aimed at mainstream educators who have an interest in the field. These training events will consist of five days of lectures and workshops, supported by material developed for the OER. It is hoped that educators who take part in these workshops will go on to advocate for the field in their own practice and introduce others to the OER and the field Gifted Education.

The future of this project is exciting, and our partners in developing it are some of the best in the field within Europe and beyond. We hope to see an increase in the attention paid to the field as a result and for those students with high ability to be better served educationally. Finally we hope to help those teachers in mainstream classrooms who may be facing the challenge of educating the brightest students without having had experience in the field before.

Participants of the project are:

  • Dublin City University, Ireland
  • Friedrich-Alexander-Universitaet Erlangen Nurnberg, Germany
  • Westfaelische Wilhems-Universitaet Muenster, Germany
  • Anatolia Association of Post-Secondary Education and Vocational Training, Greece
  • Association of Hungarian Talent Support Organisations, Hungary
  • Italian Association for GIfted and Talented Students, Italy
  • National Student Academy, Lithuania
  • University of Glasgow, United Kingdom
  • Univerza V Ljubljani, Slovenia
Further info can be received from: Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein!

Lernstrategiekurs für besonders begabte Kinder

19 besonders begabte Kinder aus dem gesamten Bundesgebiet verbrachten das Wochenende vom 20.-22. Januar 2017 in den Räumlichkeiten des Internationalen Centrums für Begabungsforschung. Sie waren die Teilnehmenden am Lernstrategiekurs für besonders begabte Kinder. In den drei Modulen „Sprache“, „Zeitung“ und „Lernstrategien“ wurden unter Leitung eines Teams von 6 Mitarbeitern wesentliche Lern- und Arbeitsstrategien für den schulischen Einsatz handlungsorientiert vermittelt. Neben einer Informationsveranstaltung für die Eltern und den Inhalten der Kursblöcke kam auch der Spaß in den Pausen nicht zu kurz. So freuen sich alle auf ein Wiedersehen beim eintägigen Folgekurs Ende März. Sollte auch Ihr Kind Interesse an diesem Kursformat haben, finden Sie HIER weitere Informationen.

Förderung mathematisch potenziell begabter Mädchen und Jungen in der Erprobungsstufe am Gymnasium – Neuer Band in der Reihe Begabungsforschung des icbf beim Lit-Verlag

Die vorliegende Studie soll einen Beitrag zur Förderung mathematisch potenziell Begabter – insbesondere Mädchen – in der Erprobungsstufe am Gymnasium leisten. In einer Quer- bzw. Längsschnittuntersuchung werden Langzeiteffekte des Projekts "Problem des Monats" auf die Mathematikleistungen und das Fachinteresse analysiert. Aus den Ergebnissen zu Wirkungen dieses Förderprojekts werden Schlussfolgerungen für eine optimale Förderung individueller mathematischer Begabungen mit Blick auf international vergleichbare mathematische Spitzenleistungen in Deutschland abgeleitet.

Die Autorin Frau StD' Katja Mühlenschmidt ist teilabgeordnete Lehrkraft am Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik (WWU Münster) sowie Fachleiterin für Mathematik am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Münster.

Katja Mühlenschmidt. Förderung mathematisch potenziell begabter Mädchen und Jungen in der Erprobungsstufe am Gymnasium. Längsschnittstudie zu Wirkungen des Projekts "Problem des Monats" auf Fachinteresse und Mathematikleistungen. Reihe: Begabungsforschung - Schriftenreihe des ICBF Münster/Nijmegen. Bd. 20, 2017, 292 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13619-0