Förderinitiative "Leistung macht Schule" startet

WWU mit drei Professoren an sieben Teilprojekten beteiligt

In Berlin fiel heute der Startschuss für die Bund-Länder-Initiative "Leistung macht Schule". Als eine von 16 Hochschulen und Einrichtungen beteiligt sich die WWU an sieben von insgesamt 24 Teilprojekten – mit Prof. Dr. Christian Fischer und Dr. Christiane Fischer-Ontrup, Leiter des Internationalen Centrums für Begabungsforschung, Prof. Dr. Friedhelm Käpnick vom Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik sowie Prof. Dr. Elmar Souvignier, Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung. Dazu erhält die WWU 4,5 Millionen Euro vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF). Ziel der Initiative ist es, Ansätze zu entwickeln, um begabte und talentierte Schüler zu identifizieren und maximal zu fördern. Bundesweit nehmen 300 Grund- und weiterführende Schulen am Projekt teil, darunter 63 aus Nordrhein-Westfalen und drei Schulen aus Münster.

Nähere Informationen und die Pressemeldung finden sie hier:
Pressemitteilung des Bundesministerium für Bildung und Forschung: www.bmbf.de
Pressemitteilung des Forschungsverbundes: Pressemitteilung LemaS

MGP 35:Gibt es den normalen Schüler (noch)? In Schule und Unterricht mit Diversität umgehen

Traditionell orientiert sich unser Schulsystem am Ideal möglichst homogener Lerngruppen. Im Gegensatz dazu steigt heute die Vielfalt in den Klassenzimmern stetig weiter: Immer mehr Schülerinnen und Schüler haben einen Migrationshintergrund; der Anspruch auf gemeinsames Lernen ist rechtlich verankert und wird in der Praxis zunehmend eingefordert.

Mittlerweile ist daher die individuelle Förderung zentrale Leitidee moderner Schulgesetze. In Schule und Unterricht werden Formen innerer und äußerer Differenzierung entwickelt und erprobt. Doch kann Schule auf jede Vorstellung von „Normalität“ verzichten? Ihr Bildungsauftrag besteht auch in der Herstellung von Gemeinsamkeit. Diese erfordert Auseinandersetzung darüber, was gelten soll, Verständigung über gemeinsame Wertorientierungen und „Normalität“.

Die Münsterschen Gespräche zur Pädagogik am 26. und 27. Februar 2018 wollen das Spannungsfeld zwischen Vielfalt und „Normalität“ ausloten. Neben wissenschaftlichen Referaten werden aktuelle Ansätze aus der Praxis vorgestellt und diskutiert. Eingeladen sind alle, denen professionell gestaltete Schule und Unterricht am Herzen liegen: Schulleiter/innen und Lehrkräfte, Erziehungswissenschaftler/innen, Fachleiter/innen, Lehrerfortbildner/innen, Schulträgervertreter/innen, Bildungspolitiker/innen und interessierte Öffentlichkeit.

Anmeldungen nimmt das Franz Hitze Haus als Tagungsort gerne entgegen, weitere Informationen finden Sie hier.

4,5 Millionen Euro für die WWU im Rahmen eines BMBF-Forschungsverbundes zur Förderung (potentiell) leistungsstarker Schülerinnen und Schüler

Im Rahmen der bereits im November 2016 gemeinsam angestoßenen Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schülern war die Universität Münster nun im November mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) als eine von 16 beteiligten Einrichtungen im Rahmen eines BMBF-Forschungsverbundes erfolgreich. Insgesamt erhalten das Institut für Erziehungswissenschaft (Prof. Dr. Christian Fischer & Dr. Christiane Fischer-Ontrup), das Institut für Didaktik der Mathematik (Prof. Dr. Friedhelm Käpnick & Jun.-Prof. Dr. Ralf Benölken) und das Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung (Prof. Dr. Elmar Souvignier) 4,5 Millionen Euro Drittmittel vom BMBF zur wissenschaftlichen Begleitung der Förderung (potentiell) leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler im Förderzeitraum 2018 bis 2022. Im Rahmen des Forschungsverbundes „Leistung macht Schule“ verfolgen insgesamt 36 Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler aus Bildungswissenschaften, Psychologie und verschiedenen Fachdidaktiken das Ziel, 300 Schulen zur Förderung leistungsstarker und potentiell leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler über eine leistungsfördernde Schul- und Netzwerkentwicklung zu begleiten und diagnosebasierte individualisierte Förderformate zu erarbeiten.
Link zur Meldung:
https://www.bmbf.de/files/Initiative_Leistungsstarke_Beschluss.pdf

Tagungsbände zum 5. Münsterschen Bildungskongress erscheinen noch im Dezember in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann-Verlag

Vom 9. bis 12. September 2015 widmete sich der 5. Münstersche Bildungskongress dem Thema „Potenzialentwicklung. Begabungsförderung. Bildung der Vielfalt.“ Diese Themen betreffen mit Blick auf die internationalen Vergleichsstufen sowohl Kinder auf den unteren Kompetenzstufen als auch auf den oberen Kompetenzstufen, die in ihren Potenzialen und Begabungen gefördert werden müssen. Dies umfasst vielfältige Begabungsbereiche und bedeutet die Berücksichtigung interpersonaler Vielfalt, aber auch intrapersonaler Diversität etwa von begabten Kindern aus benachteiligten Lagen oder von mehrfach außergewöhnlichen Kindern. Ziel des Kongresses war es, eine potenzialorientierte Haltung gegenüber den Begabungen und Talenten aller Schülerinnen und Schüler auch im Kontext inklusiver Bildung in eine breitere öffentliche Wahrnehmung zu rücken. Mit über 135 Beiträgen haben Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler sowie Praktikerinnen und Praktiker neue Impulse gesetzt, Themen diskutiert und neue Ansätze vorgetragen. Dank der interessanten Beiträge und anregenden Gespräche wurde der 5. Münstersche Bildungskongress zu einem anspruchsvollen Format wissenschaftlichen Austausches und interdisziplinären Gesprächs. Die dort vorgetragenen und diskutierten Beiträge wurden in zwei Tagungsbänden zusammengefasst.
Der erste Band umfasst Beiträge aus der Begabungsforschung aus dem frühkindlichen, schulischen, außerschulischen und beruflichen Kontext. Zusätzlich finden sich in diesem Band auch Symposiumsbeiträge zur Talententwicklung, die im Rahmen des Kongresses vorgestellt wurden. Der zweite Band umfasst Beiträge aus der Begabungsförderung aus der fachspezifischen und fachübergreifenden schulischen sowie außerschulischen Praxis. Zusätzlich finden sich in diesem Band auch Beiträge zu Zentren, Arbeitskreisen und Programmen zur Talententwicklung, die im Rahmen des Kongresses vorgestellt wurden.

Die Anmeldung zum 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort möglich

Die Anmeldung für den 6. Münsterschen Bildungskongress ist ab sofort über die Kongresswebseite (http://icbfkongress.de/anmeldung) möglich. Der Kongress findet vom 19. bis 22. September 2018 unter dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ statt. Für die Haupt- und Parallelvorträge an den Vormittagen, in welchen allgemeine und theoretische Aspekte aufgegriffen und diskutiert werden, haben bereits viele Referentinnen und Referenten zugesagt, die sich unter dem Oberthema des Kongresses mit spezifischen Themenbereichen auseinandersetzen. Wir freuen uns zum jetzigen Zeitpunkt über Zusagen u.a. von:
Prof. Dr. Susan Baum (NAGC Washington, USA), Prof. Dr. François Gagné (Université du Québec a Montréal, Kanada), Prof. Dr. Heiner Gembris (Universität Paderborn), Prof. Dr. Olaf Köller (IPN Kiel), Prof. Dr. Kai Maaz (DIPF Berlin), Prof. Victor Müller-Oppliger (PH FHNW Basel, Schweiz), Prof. Dr. Aljoscha Neubauer (Universität Graz, Österreich), Prof. Dr. Christoph Perleth (Universität Rostock), Prof. Dr. Francis Preckel (Universität Trier), Prof. Andreas Schleicher (OECD Paris, Frankreich), Prof. Dr. Jörg Schorer (Universität Oldenburg), Prof. Dr. Simone Seitz (Universität Paderborn), Prof. Dr. Andrzej Sękowski (J. P. Cath. University of Lublin, Polen), Prof. Dr. Del Siegle (University of Connecticut, USA), Prof. Dr. Claudia Solzbacher (Universität Osnabrück), Prof. Dr. Heidrun Stöger (Universität Regensburg), Prof. Dr. Miriam Vock (Universität Potsdam), Prof. Dr. Thomas Wagner (Päd. Hochschule Linz, Österreich), Prof. Dr. Gabriele Weigand (Päd. Hochschule Karlsruhe), Prof. Dr. Albert Ziegler (Universität Erlangen-Nürnberg)...

Nähere Informationen und weitere Referentinnen und Referenten finden Sie unter: www.icbf-kongress.de.

„Zeigt, was ihr könnt“ – Dissertation von Anne Vohrmann als weitere Neuerscheinung in der Reihe Begabungsförderung im Waxmann-Verlag

Ebenfalls im Waxmann-Verlag erscheint Anfang 2018 die Dissertation von Anne Vohrmann mit dem Titel „Zeigt, was ihr könnt! Wirkung eines Motivations- und Selbststeuerungstrainings für besonders begabte Underachiever (MoSt) in Form eines Kleingruppentrainings im schulischen Kontext“

„Besondere Begabungen lassen sich nicht unbedingt an Schulleistungen festmachen. Was aber tun, wenn besondere Begabung nicht in entsprechende Leistung umgesetzt wird bzw. umgesetzt werden kann?
Am Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) wurde 2011 ein Motivations- und Selbststeuerungstraining für besonders begabte Schüler mit Lern-und Leistungsschwierigkeiten (Underachiever) als außerschulische Einzelförderung entwickelt. Da der Bedarf an Motivations- und Selbststeuerungsförderung hoch ist, entstand darauf aufbauend dieses Promotionsprojekt mit dem Ziel, mehr Schüler mit dem Training zu erreichen und es an den schulischen Kontext zu koppeln. Unter der Fragestellung „Welche Wirkung erzielt ein Motivations- und Selbststeuerungstraining für besonders begabte Underachiever, wenn es in Kleingruppen im schulischen Kontext durchgeführt wird?“ wurde die Interventionsmaßnahme evaluiert.

Vorbestellungen sind über das Neuerscheinungsblatt im Anhang möglich.

16. ECHA-Konferenz in Dublin

Vom 8. bis 11. August findet in Dublin die 16. ECHA-Konferenz rund um das Thema „Working with Gifted Students in the 21st Century“ statt. Vorträge und Workshops richten sich inhaltlich an unterschiedlichen Themenfeldern aus, wie etwa Fragen um die Identifizierung von Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten sozialen Lagen oder aber der Nutzen von moderner Technologie im Rahmen von Begabtenförderungsprogrammen. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Eltern, pädagogisches Fachpersonal und Interessierte sind eingeladen. Als Keynote-Speaker wurden unter anderem Prof. Francoys Gagné, Prof. Heidrun Stöger und Prof. Tracy Cross geladen. Die Deadline für die Einreichung von Abstracts wurde verschoben: Der Call for Abstracts ist nun bis zum 21. Februar 2018 geöffnet. Die early bird Registrierung kann noch bis zum 31. Mai 2018 erfolgen. Weitere Informationen können Sie auf der Kongresswebsite finden.

Achtung: Neue Deadline für den Call für Abstracts: 21.02.2018

6. Münsterscher Bildungskongress - Call for Papers

Der 6. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ findet vom 19. – 22. September 2018 statt. Wir freuen uns, dass wir mit Prof. Dr. Andreas Schleicher, OECD Direktor des Direktorats für Bildung und PISA-Koordinator, einen ausgewiesenen Experten zu den Entwicklungen des deutschen Bildungssystems als Eröffnungsredner des Kongresses gewinnen konnten.

Im Rahmen des Nachmittagsbereiches können sich wieder (Nachwuchs-)Wissenschaftler/innen und Praktiker/innen mit einem Beitrag bewerben. Der Call for Papers soll für den Nachmittagsbereich im Rahmen des Kongresses eine Differenzierung hinsichtlich pädagogisch-praktischer Implikationen sowie wissenschaftlicher Aspekte ermöglichen. Möglich ist es, sich für folgende Formate zu bewerben: praxisorientierter Vortrag (45 Minuten), wissenschaftlich orientierter Vortrag (30 Minuten), Workshop (90 Minuten), Symposium (90 Minuten), Poster. Beiträge können ab sofort und bis zum 31. März 2018 online über folgenden Link eingereicht werden:

http://icbfkongress.de/call-for-papers/anmeldung-call-for-papers

Um regelmäßig neue Informationen zum Kongress zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de oder besuchen Sie unsere Homepage http://icbfkongress.de.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Der nächste Fortbildungslehrgang ECHA-Diplom für Lehrpersonen beginnt im September 2018.
Hier finden Sie die Informationen dazu.

ECHA-Coach
Anmeldungen für den ECHA Coach Kurs beginnend im Januar 2019 sind nun möglich. Weitere generelle Informationen dazu finden Sie hier.

ECHA-Zertifikat
Bei Interesse am Kurs nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Archiv

Begabungen fördern - Neue Ausgabe von Lernende Schule

In der neuen Ausgabe von Lernende Schule werden neben allgemeinen Grundlagen der Begabungs- und Talententwicklung konkrete Konzepte der schulischen Begabungs- und Talentförderung skizziert. Dabei wird der Blick auch über den „Tellerrand“ hinaus gerichtet auf benachbarte Länder, inklusive Settings werden berücksichtigt.
Als Beispiele werden die Umsetzung spezieller Formen des beschleunigten und angereicherten Lernens mithilfe anschaulicher Unterrichtsmaterialen und besondere Varianten des gemeinsamen und gruppierten Lernens in verschiedenen Schulformen beispielhaft beschrieben und diskutiert.
In der Werkstatt werden Materialien, Vorgehensweisen und Reflexionsmöglichkeiten vorgestellt, die mit dem Forder-Förder-Projekt als exemplarisches Erweiterungsprojekt in verschiedenen Schulformen und -stufen eingesetzt werden, sich aber auch für andere unterrichtliche Arrangements fruchtbar machen lassen.
Neben der konkreten Unterrichtspraxis wird auch die Rolle der Schulleitung bei der Entwicklung der individuellen Begabungs- und Talentförderung in der Schule thematisiert. Dabei wird die Begabungs- und Talententwicklung auch als konkrete Herausforderung für die Schul- und Unterrichtsentwicklung betrachtet. Begabungen fördern. Lernende Schule Nr. 76/2016. Friedrich Verlag, Bestellnummer: 537076

Auftaktveranstaltung „Zentren für Begabtenförderung NRW

Am 20. Dezember 2016 hat Schulministerin Sylvia Löhrmann im Rahmen einer Auftaktveranstaltung den Startschuss für das Projekt „Zentren für Begabtenförderung NRW“ gegeben. Ziel des Projektes ist es, 23 Schulen landesweit zu Beratungszentren im Bereich Begabungsförderung auszubilden, damit diese anschließend andere im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ registrierte Schulen in ihrer Arbeit in diesem Bereich unterstützen können. Die Auftaktveranstaltung bot den teilnehmenden Projektschulen die Möglichkeit zum Kennenlernen und für einen ersten Austausch. Zudem stellten Prof. Dr. Christian Fischer (Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW) und Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Fachhochschule Münster), die das Projekt wissenschaftlich begleiten und evaluieren, die von den Schulen eingereichten Begabungskonzepte vor.“

Forschungskolloquium Wintersemester WS 16/17

Nachwuchsförderung in den Darstellenden Künsten
Theaternachwuchs zwischen Begabung und zielgerichteter Förderung

Referent: Dr. Lars Göhmann
Datum: Montag, 30. Januar 2017
Uhrzeit: 17:15 - 18:45 Uhr

Abstract:
Im Zentrum der Forschungsarbeit der proskenion Stiftung steht die Frage nach der Entwicklung künstlerischer Begabungen. Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten sind Ausgangspunkt für die curriculare Entwicklung von Konzepten zur künstlerischen Nachwuchsförderung in den darstellenden Künsten. Generell sind Faktoren und Bedingungen künstlerischer Begabungen sowie Indikatoren ihrer Voraussetzungen in der Wissenschaft noch sehr unzureichend erforscht. Am ehesten lassen sich fundierte Erkenntnisse noch in der Musik, bereits quantitativ weniger im Tanz finden.
Als Talent wird eine überdurchschnittliche Begabung auf einem bestimmten Gebiet bezeichnet. In der Wissenschaft wird dabei differenziert zwischen Begabung als Anlagepotenzial und Talent als realisierte Anlage. Erklärungsansätze für herausragende Leistungen lassen sich daher grob in Begabungsansätze und Lernansätze unterteilen:

  • Begabung als eine unveränderbare, statische Fähigkeit (Begabungsansatz)
  • Begabung als eine dynamische, entwicklungsorientierte Fähigkeit (Lernansatz, Expertise) In den Vorüberlegungen zum aktuellen Forschungsprojekt der proskenion Stiftung waren die Ergebnisse zur
Begabungsforschung des schwedischen Psychologen K. Anders Ericsson von der Florida State University Grundlage des wissenschaftlichen Settings. Ericsson widerspricht auf anschauliche Art und Weise der Annahme von angeborenen Talenten. Seine Behauptung „Bisher existiert kein überzeugender Beweis, dass besondere Fähigkeiten angeboren sind“ hat die Begabungsforschung einen Perspektivwechsel einnehmen lassen.

Fachtagung der Beratungsstelle besondere Begabungen: Begabung macht bunt: Potenziale entdecken- Begabte fördern – Schule entwickeln

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Beratungsstelle besondere Begabung (BbB) und der bereits 3-jährigen Laufzeit des „Aktionsprogramms Begabtenförderung“ findet am 10. und 11. Februar eine Fachtagung der BbB in Hamburg statt. Zum Thema „Begabung macht bunt: Potenziale entdecken- Begabte fördern – Schule entwickeln“ werden neben wissenschaftlichen Vorträgen ein breites Spektrum an praktischen Konzepten aus der schulischen und unterrichtlichen Praxis vorgestellt. Auch das ICBF wird mit zwei Beiträgen vertreten sein.

Zielgruppen der Tagung sind neben Bildungsexpertinnen und -experten, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, Lehramtsstudierende sowie Lehrerinnen und Lehrer. Unter folgendem Link können Sie sich anmelden und das Programm abrufen: http://li.hamburg.de/tagungen/6799516/tagung/

Feierliche Verleihung des „ECHA-Diploms“ und des Zertifikats „Experte Individuelle Förderung“

Am 19. November 2016 fand erstmalig die gemeinsame Verleihung des 17. „ECHA-Diploms“ und des Zertifikats „Experte Individuelle Förderung“ in der katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus statt.
20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weiterbildungslehrgangs „Experte Individuelle Förderung“ nahmen ein Zertifikat der Wilhelms-Universität Münster entgegen. Den 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lehrgangs „Specialist in Gifted Education“ wurde das ECHA-Diplom der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud University Nijmegen verliehen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten im Vorfeld mit großem Einsatz und viel Sachverstand Konzepte im Bereich der Individuellen Förderung bzw. der Begabungs- und Begabtenförderung, die in der eigenen pädagogischen Praxis umgesetzt und schriftlich ausgearbeitet wurden.
Zahlreiche Schulleitungen, Kolleginnen und Kollegen sowie Familienangehörige begleiteten die Absolventinnen und Absolventen zur Verleihung. Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Anderbrügge, Prof. Dr. Franz Mönks, Prof. Dr. Christian Fischer, Ingrid Pieper-von-Heiden und weitere würdigten die Feierstunde in besonderem Maße.

Würdigung herausragender Projekte in der schulischen Begabungsförderung


Im Rahmen der Verleihung der ECHA-Diplome am 19. November 2016 wurden von der Namasté-Familienstiftung, vertreten durch den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Hans Wielens, und durch die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung erstmalig Projekte zur Begabungsförderung gewürdigt. Diese wurden währen der Ausbildung zum „Specialist in Gifted Education“ von Lehrpersonen an den Schulen entwickelt und umgesetzt.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die die Entwicklung und Erprobung einer prozessorientierten Förderdiagnostik für den schulischen Einsatz, die Entwicklung und Erprobung von didaktischen Ansätzen für einen begabungsfördernden Unterricht und/oder die Evaluation von Projekten und Programmen zur Begabtenförderung fokussieren. Durch die finanzielle Unterstützung können diese Projekte erneut durchgeführt werden.

6. Fachtagung von Bildung und Begabung „Begabung braucht Persönlichkeit“ am 09. Mai 2017 in Köln

Kluge Köpfe brauchen mehr als Begabungen und Talente: Die Persönlichkeit bestimmt die Entwicklung individueller Interessen, Stärken und Chancen wesentlich mit. Aus diesem Grund trägt die 6. Fachtagung am 09. Mai 2017 von Bildung und Begabung den Titel „Begabung braucht Persönlichkeit“. Dabei liegt der Fokus auf Persönlichkeitsmerkmalen und Kompetenzen, die aktuell und zukünftig für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen wichtig sind und sein werden und wie diese gefördert werden können. Im Rahmen verschiedener Vorträge, Praxisforen und Gespräche sollen für WissenschaftlerInnen, Lehrkräfte, TrainerInnen sowie andere PraktikerInnen und Interessierte Anlässe gegeben werden, über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Best-Practice-Einblicke zu sprechen.

Die Anmeldung ist bereits gestartet und die Plätze sind begrenzt.

Gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz zielen mit der am 10.11.2016 beschlossenen Initiative von Bund und Ländern auf die bestmögliche Förderung und Entwicklung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler ab. Entsprechend einer Chancen- und Bildungsgerechtigkeit fokussierenden Bildungspolitik sollen Schülerinnen und Schüler unabhängig ihrer sozialen Herkunft, ihres Geschlechts und ihres sozialen Status durch eine optimale Förderung ihren bestmöglichen Lern- und Bildungserfolg erreichen können. Dafür stellen Bund und Länder dem Projekt mit 10-jähriger Laufzeit insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung.

Das ICBF und die Stiftung ICBF begrüßen die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern, bei denen die besonderen Fähigkeiten und Potenziale von Kindern und Jugendlichen in den Blick genommen werden, als wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit.