Einladung zu einer Informationsveranstaltung über Weiterbildungen am LIF NRW und ICBF

Am 1. Juni 2017 findet von 18.00 – ca. 19.30 Uhr im Schloss der Universität Münster (Raum S1 im Schloss der Universität Münster, Schlossplatz 2, 48149 Münster) eine Informationsveranstaltung zu den beiden Weiterbildungsformaten des LIF NRW und ICBF Experte Individuelle Förderung und ECHA-Diplom – Specialist in Gifted Education statt. Im Rahmen dieser Veranstaltung erhalten Sie genauere Einblicke in die Themen des Experten Individuelle Förderung und des ECHA-Diploms. Nach einer Vorstellung der Maßnahmen durch Professor Dr. Christian Fischer haben Sie die Gelegenheit, offene Fragen persönlich zu klären. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung werden via E-Mail (lif@uni-muenster.de) erbeten.

Schweizer Kongress Begabungs- und Begabtenförderung

Zu dem Thema ‚«Wo kämen wir denn hin ... ?» Wenn Schulen Begabungen und Begabte fördern‘ findet vom 14.-16. September 2017 der nächste internationale Begabungskongress in der Schweiz (Brugg-Windisch) statt. Vorträge und Workshops zu den Themenpfaden „Begabungsfördernde Schule, Unentdeckte Begabungen, Begabung in Leistung umsetzen, Leistungsdifferenzierende Lernarrangements sowie Förderung durch Mentorinnen/Mentoren“ bieten die Gelegenheit, Entwicklungen zur integrativen Begabungsförderung kennenzulernen, neue Impulse für die Praxis zu diskutieren sowie mit Experten ins Gespräch zu kommen.

Anmeldungen sind ab 01. Februar 2017 unter folgender Webseite möglich:
http://www.begabungsfoerderungkongress.ch/

15. FFP-Expertentagung – 17.06.2017 im Schloss der Universität Münster

Wie fördert schulischer Respekt die Jugend für eine erfolgreiche Zukunft? Warum strahlen radioaktive Elemente? Wer hat Trump zum Präsidenten in den vereinigten Staaten gewählt und warum? Diese und weitere Fragen und Themen haben sich SchülerInnen im 15. Durchgang des Forder-Förder-Projekts gesucht und ein Schulhalbjahr lang bearbeitet. Ausgehend von ihren individuellen Interessen und Begabungen können sich Kinder und Jugendliche, die am Forder-Förder-Projekt (FFP) des Internationalen Centrums für Begabungsforschung (ICBF) der Universität Münster teilnehmen, in ein eigenes Thema vertiefen. Ihre Ergebnisse werden sie am Samstag, dem 17. Juni 2017, im Schloss der Universität Münster ihren Eltern, MitschülerInnen und LehrerInnen präsentieren.

Forum 2017 „Bildungsungleichheit und Talentförderung“

Forum 2017 „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion sind nach wie vor zentrale schulpädagogische Themen. Bildungskonzepte schwanken zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Das Ergebnis sind häufig Polarisierungen im Schulsystem. In der Ringvorlesung in diesem Sommersemester am Fachbereich Erziehungswissenschaften der Universität Münster werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt. Diese zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt gewinnbringend für alle sein kann.

Im Rahmen dieser Ringvorlesung findet am 27. Juni 2017 das Forum „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und dem Zentrum für Lehrerbildung statt. Der Veranstaltungsort ist das Vom-Stein-Haus (Schlossplatz 34, Münster).

Nach den Kurzvorträgen von Prof. Dr. Wilfried Bos (Technische Universität Dortmund) zum Thema „Befunde aus den Vergleichsstudien“ und von Prof. Dr. El-Mafalaani (Fachhochschule Münster) über die „Bildungsgerechtigkeit und Migration“ werden beide Referenten an einer Podiumsdiskussion teilnehmen. Die weiteren Diskutanten sind: Prof. Dr. Wolfgang Böttcher (Universität Münster), Prof. Dr. Christian Fischer (Universität Münster), Prof. Dr. OStD‘ Dorothee Schlüter (Schulleiterin ASGS-Gymnasium Marl), Dr. Michael Voges (Staatssrat a.D.), RB‘r Ulrich Wehrhöfer (MSW NRW). Die Moderation übernimmt Staatssekretär a.D. Burkhard Jungkamp.

Das Forum richtet sich an alle Lehrpersonen, Referendarinnen und Referendare, Studierende sowie alle weiteren Interessierte. Das genaue Programm finden Sie hier.

Die Teilnahme ist kostenlos. Um Anmeldung wird gebeten unter dem folgenden Link: www.zukunftsschulen-nrw.de/lif-tagung-2017.

6. Münsterscher Bildungskongress

Der 6. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel „Begabungsförderung. Leistungsentwicklung. Bildungsgerechtigkeit für alle!“ findet vom 19. – 22. September 2018 statt. Um regelmäßig neue Informationen zum Kongress zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de.

Ankündigung der Ringvorlesung Sommersemester 2017

In Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif) wird im Sommersemester 2017 im Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Münster wieder eine Ringvorlesung angeboten.

Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion ist nach wie vor ein zentrales schulpädagogisches Thema. Daher greift die Ringvorlesung im Sommersemester 2017 das Thema „Potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion“ auf. Dabei werden hinsichtlich vielfältiger Herausforderungen für die diversitätssensible und inklusionsorientierte Umgestaltung des Schulsystems die Expertise aus unterschiedlichen Fachrichtungen innerhalb sowie außerhalb der Universität Münster gebündelt.

Derzeit schwanken Bildungskonzepte zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Das Ergebnis sind häufig Polarisierungen im Schulsystem. In dieser Ringvorlesung sollen unterschiedliche Ansätze vorgestellt werden, die zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt gewinnbringend für alle sein kann.

Die Ringvorlesung ist für interessierte Pädagoginnen und Pädagogen ab dem 2.05.2017 geöffnet. Die Veranstaltung findet dienstags in der Zeit von 16.15 - 17.45 Uhr im S 10 im Schloss der Universität Münster (4. OG) statt.

Hier können Sie die aktuelle Ringvorlesung herunterladen.

Anmeldungen für ECHA-Kurse: ECHA-Coach und ECHA-Diplom

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

Der nächste Kurs ECHA-Diplom beginnt im September 2017. Ein neuer Kurs zum ECHA-Coach für Beraterinnen und Berater wird im Januar 2018 starten.

Hier finden Sie Informationen zum kommenden ECHA-Diplom Kurs.

International Honours Conference 2017

Am Donnerstag den 8. und Freitag den 9. Juni 2017 findet in Zwolle, Niederlande, die nächste jährlich stattfindende internationale Honours Conference statt.

„Creating community“ ist das Thema der Konferenz. Im Fokus steht daher der lokale, regionale, nationale und internationale Austausch von Studierenden, Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern, Dozentinnen und Dozenten sowie von Interessierten aus der beruflichen Praxis. Ziel ist es, einen aktiven Austausch aller Beteiligten zum Thema Honours Education zu fördern, um (internationale) Angebote für talentierte Studierende in Europa bekannt zu machen und zu fördern.

Das Programm finden Sie hier

Archiv

Mainzer Erklärung: Begabung als Chance nutzen

Mit der sogenannten Mainzer Erklärung - Begabung als Chance nutzen - haben 6 Ministerinnen und Minister sowie zahlreiche Landespolitiker der SPD und der Grünen (Baden-Württemberg, Berlin, Brandenburg, Bremen, Hamburg, Mecklenburg-Vorpommern, Niedersachsen, Nordrhein-Westfalen, Rheinland-Pfalz, Saarland, Sachsen-Anhalt, Schleswig-Holstein und Thüringen) Leitlinien verfaßt, die einen Rahmen für die Förderung leistungsstarker bzw. besonders leistungsfähiger Kinder und Jugendlicher in den Blick nehmen. Die Leitlinien wurden im Rahmen der Veranstaltung „Begabung als Chance nutzen“ in Mainz am 29. Februar 2016 der Öffentlichkeit vorgestellt. Bildungspolitisches Ziel der Erklärung ist es, alle Kinder und Jugendlichen in ihrer Unterschiedlichkeit und Vielfalt anzuerkennen, ihre Potenziale zu erkennen und optimal zu fördern. Mit der Erklärung reagieren Ministerinnen und Minister der beteiligten Länder auf die „Förderstrategie für leistungsstarke Schülerinnen und Schüler. (Beschluss der Kultusministerkonferenz vom 11.06.2015)“, die im vergangenen Jahr veröffentlicht wurde. Die Mainzer Erklärung finden Sie in voller Länge unter dem folgenden Link: Mainzer Erklärung.

Minister-Foto zur Mainzer Erklärung v.l.: Minister Ulrich Commerçon/Saarland, Senator Ties Rabe/Hamburg, Senatorin Claudia Bogedan/Bremen, Ministerin Vera Reiß/Rheinland-Pfalz, Ministerin Sylvia Löhrmann/NRW, Minister Andreas Stoch/Baden-Württemberg

ÖZBF-Kongress "Chancen bieten und ergreifen"

Unter dem Motto "Chancen bieten und ergreifen. Eigenverantwortung und Systemgestaltung in der Begabungsförderung" richtet das ÖZBF in diesem Jahr vom 20.- 22. Oktober den nächsten großen Kongress zur Begabungsförderung und -forschung in Salzburg aus. Schwerpunkt des Kongresses ist eine Beschreibung der immer vielfältiger und individueller werdenden Lernanlässe, wobei auch auf unterschiedliche Lernorte eingegangen wird. Ausgehend von den Fragen: An welchen Bildungsorten findet Begabungs- und Exzellenzförderung aktuell bzw. zukünftig statt? Wer sind die darin agierenden Personen und wie können sie erfolgreich zusammenarbeiten? sowie Welche Settings sind nötig, um ideale Begabungsentfaltung zu ermöglichen? wollen die Organisatoren neue Themenbereiche erschließen. Weiterführende Informationen zum Kongress finden Sie unter http://www.oezbf.at/cms/index.php/kongress-2016.html.
Flyer
Flyer Hauptvorträge

Exzellente Facharbeiten gesucht!

Zusammen mit der Dr. Hans Riegel-Stiftung vergibt die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung der Universitäten Münster, Nijmegen und Osnabrück in diesem Jahr erneut die Dr. Hans Riegel-Fachpreise. Prämiert werden die jeweils drei besten eingereichten Facharbeiten der Jahrgangsstufe 11 (Q1) dieses Schuljahres aus den Fächern Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik. Teilnahmeberechtigt sind Schülerinnen und Schüler an allen Gymnasien und Gesamtschulen im Bereich der Bezirksregierung Münster. Die Jury besteht aus Dozenten der Universität Münster.

Neuer Abgabeschluss: Samstag, 14. Mai 2016

Weitere Informationen finden Sie auf unseren Seiten der Stiftung.

"Mathe für kleine Asse" punktet

Mathematik-Didaktiker Prof. Dr. Friedhelm Käpnick belegt dritten Platz bei Polytechnik-Preis-Verleihung

Bei der Verleihung des Polytechnik-Preises 2016 hat Prof. Dr. Friedhelm Käpnick den mit 5.000 Euro dotierten dritten Platz belegt. Der Mathematik-Didaktiker der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster (WWU) wurde für sein Projekt "Mathe für kleine Asse" ausgezeichnet, teilte die Stiftung Polytechnische Gesellschaft Frankfurt am Main mit. Die Stiftung verlieh den mit insgesamt 70.000 Euro dotierten und im deutschsprachigen Raum ausgeschriebenen Polytechnik-Preis für die Didaktik der Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) zum dritten Mal.

"Mathe für kleine Asse" fördert besonders interessierte und begabte Kinder in Mathematik und vermittelt ihnen bereits früh die vielfältigen mathematischen Anwendungen in Naturwissenschaften und Technik, so die Stiftung. Das über mehrere Jahre angelegte Angebot soll den spielerischen Umgang mit Zahlen und Formen bei Schülerinnen und Schülern stärken sowie die Freude am mathematischen Knobeln und die Neugier wecken. Der Förderansatz werde in sehr effektiver Weise mit der Lehreraus- und -weiterbildung, mit der fachdidaktischen Forschung und der Zusammenarbeit mit Schulen verbunden, begründete die Stiftung die Auszeichnung. Im vergangenen Jahr feierte "Mathe für kleine Asse" zehnjähriges Bestehen.

Für die münstersche Didaktik in den MINT-Fächern ist es ein Erfolg in Serie: Die WWU ist die bislang einzige Hochschule, die in jeder der bisherigen Ausschreibungsrunden des Polytechnik-Preises einen Preisträger stellte. Im Jahr 2011 erhielt der Biologie-Didaktiker Prof. Dr. Marcus Hammann einen zweiten Preis, und für ihr Unterrichtskonzept "Klasse(n)kisten" wurde  Prof. Dr. Kornelia Möller (Seminar für Didaktik des Sachunterrichts) 2013 mit dem ersten Preis ausgezeichnet.

Im Mittelpunkt der Preisverleihung im Frankfurter Senckenberg-Naturmuseum am Dienstag (16. Februar) standen herausragende Lehrkonzepte für außerschulische Lernorte. Den Hauptpreis in Höhe von 50.000 Euro erhielt Prof. Dr. Katrin Sommer von der Ruhr-Universität Bochum. Der mit 15.000 Euro dotierte zweite Preis ging an die Professoren Dr. Burkhard Priemer (Humboldt-Universität zu Berlin) und Dr. Lutz-Helmut Schön (Universität Wien). Ein Sonderpreis ging an Irina Fritz und Christine Füssl-Gutmann vom Deutschen Museum München. Insgesamt waren 118 Bewerbungen eingegangen.

Quelle

Neuer Kooperationsvertrag für das lif unterzeichnet

Mit einem neuen Kooperationsvertrag zwischen der Universität Münster, dem Ministerium für Schule und Weiterbildung des Landes NRW sowie der Qualitäts- und UnterstützungsAgentur - Landesinstitut für Schule NRW (QUA-LiS) sind für die Arbeit des Landeskompetenzzentrums für Individuelle Förderung NRW (lif) die Weichen in die Zukunft neu ausgerichtet worden. Schulministerin Sylvia Löhrmann hat gemeinsam mit Prof. Dr. Ursula Nelles als Rektorin der WWU und Eugen Ludwig Egyptien, Direktor der QUA-LiS, das lif auch für die kommenden Jahre gestärkt. In einer Pressemitteilung des MSW begründet Schulministerin Löhrmann das Engagement für das Zentrum in Münster: "Das Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung bündelt ein hohes Maß an fachlicher Expertise zur Individuellen Förderung. Es gründet auf einer starken Partnerschaft zwischen dem Schulministerium, der Universität Münster und jetzt auch dem Landesinstitut für Schule." Das lif besteht seit zehn Jahren durch die Kooperation vom Land Nordrhein-Westfalen und der Universität Münster. Mit der QUA-LiS wird nun ein weiterer Partner in die Zusammenarbeit eingebunden, wodurch die inhaltliche Arbeit des lif weiter gestärkt werden kann und Individuelle Förderung auch im Kontext inklusiver Bildung verstärkt realisiert werden soll.

European Honors Council (EHC) offiziell vorgestellt

Im Rahmen der Utrecht Honors Conference wurde am Freitag den 3. Juni das neugegründete European Honors Council (EHC) offiziell vorgestellt. Das Netzwerk verfolgt unter anderem das Ziel der internationalen Vernetzung von Honorsprogrammen in Europa. So soll das EHC eine Plattform sein, um Informationen über Honorsprogramme auszutauschen, neue Kooperationen zu bilden und Interessierten die Möglichkeit zu geben, eigene Honorsprogramme zu gründen. Marca Wolfensberger, die aktuelle Präsidentin des Netzwerkes, wird durch eine Stearing Group unterstützt, die sich in vier Kommissionen (International Affairs; Student Affairs; Education; Research) aufteilt. Das ICBF ist in dieser Stearing Group seit Juni 2015 vertreten. Vom 2. – 4. Juni wurden während der Utrecht Honours Conference verschiedene Workshops und Vorträge von Mitgliedern des EHC angeboten, um auf das neu gegründete Netzwerk aufmerksam zu machen. Seit dem 2. Juni ist zudem die Anmeldung für Mitglieder freigeschaltet, die sich unter https://uantwerpen.eu.qualtrics.com/jfe/form/SV_eFi8z8MixUaHfUx findet.
Eine übersichtliche Broschüre über die Forschungsergebnisse zum Thema Honors in Europa findet sich hier: http://www.honorscouncil.eu/brochureDE.pdf

Forschungskolloquium Wintersemester WS 15/16

Alle Kinder sind Matheforscher Impulse zur Entfaltung mathematischer Potenziale in heterogenen Gruppen

Referentin: Professorin Dr. Mandy Fuchs
Datum: Montag, 25. Januar 2016
Uhrzeit: 18 Uhr c.t.

Abstract:
Die individuellen Stärken aller Kinder im Kontext einer kindorientierten, lernbereichsübergreifenden, inklusiven und ko-konstruktiven Begleitung bei gleichzeitigem Blick auf die Erfüllung von vorgegebenen Bildungsstandards zu fördern, ist eine enorme Herausforderung für pädagogische Fachkräfte in Kitas wie auch für Lehrkräfte in Grundschulen.

In ihrem Vortrag im ICBF-Kolloquium greift Prof. Dr. Mandy Fuchs (Hochschule Neubrandenburg) diese Herausforderung in Bezug auf die Förderung mathematischer Potenziale auf. Unter dem Titel „Alle Kinder sind Matheforscher. Impulse zur Entfaltung mathematischer Potenziale in heterogenen Gruppen“ wird sie zunächst einen Überblick über Leitideen mathematischer Bildung und inklusiver Förderung im Elementar- und Primarbereich geben, die vor dem Hintergrund der aktuellen Bildungsphilosophie mit ihren neuen Grundpositionen kindlichen Lernens beleuchtet werden.

Den Kern der Veranstaltung bilden Fallbeispiele mathematisch potenziell begabter Kinder im Kita- und Grundschulalter. Von diesen ausgehend, werden mathematikspezifische Begabungsmerkmale abgeleitet und Möglichkeiten für einen anschlussfähigen Übergang kleiner Matheasse von der Kita in die Grundschule diskutiert. Hierbei geht es auch um mathematische Settings zur inklusiven Begabungsförderung aller Kinder, die einen hohen Grad an Differenzierung ermöglichen und offen für kreative Entdeckungen von kleinen und großen Matheforscherinnen und -forschern sind.

Der Vortrag findet im Rahmen des ICBF–Kolloquiums am 25.01.2016 um 18:15 Uhr in der Mathematischen Lernwerkstatt (Fliednerstraße 21, 4. Etage) statt. Alle Interessierten sind eingeladen. Der Eintritt ist frei.

Ringvorlesung (Begabungsförderung und Kompetenzentwicklung) WS 15/16

Beginnend mit dem 03. November startet die Ringvorlesung ‚Begabungsförderung und Kompetenzentwicklung‘ an der Universität Münster. Bis zum Februar werden Expertinnen und Experten aus dem Bereich der Begabungsforschung aktuelle Konzepte, Projekte und Forschungen aus dem Themenfeld präsentieren. Die Befunde internationaler Schulvergleichsstudien zeigen, dass in der ersten Dekade nach PISA 2000 Kinder aus benachteiligten sozialen Lagen bzw. mit Migrationshintergrund deutliche Leistungsfortschritte erzielt haben im Gegensatz zu Kindern mit hohen Leistungspotenzialen. Entsprechend werden an allen Schultypen deutlich mehr Angebote für leistungsschwächere Schülerinnen und Schüler zur Verfügung gestellt als für leistungsstarke. Neben der gezielten Unterstützung benachteiligter Kinder ist daher zukünftig auch die verstärkte Förderung talentierter Kinder erforderlich. Dabei sollte über die interpersonale Vielfalt hinaus auch die intrapersonale Diversität etwa von begabten Kindern mit Zuwanderungsgeschichte im Sinne der inklusiven Bildung beachtet werden.

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