Würdigung herausragender Projekte in der schulischen Begabungsförderung

Im Rahmen der Verleihung der ECHA-Diplome am 24. November 2018 wurden von der Namasté-Familienstiftung, vertreten durch den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Hans Wielens, und durch die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung, vertreten durch Heribert Woestmann, zum dritten Mal Projekte zur Begabungsförderung gewürdigt. Diese wurden während der Ausbildung zum „Specialist in Gifted Education“ von Lehrpersonen an den Schulen entwickelt und umgesetzt.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die die Begabungsförderung im Bereich mathematischer Kompetenzen (Mathe-Medaillen-Treff), im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (kreatives Schreiben) und der regionalen Vernetzung von Schulen (Übergänge gestalten) fokussieren. Durch die finanzielle Unterstützung können diese Projekte erneut durchgeführt und optimiert werden.

19. ECHA-Diplomverleihung

Am 24. November 2018 wurde 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 19. Weiterbildungsstudienganges „Specialist in Gifted Education“ das ECHA-Diplom der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud University Nijmegen verliehen. Die Verleihung bildet den Abschluss des zweisemestrigen Weiterbildungsstudienganges, der im September 2017 begonnen hat. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in diesem Zeitraum mit großem Einsatz und viel Sachverstand Konzepte im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung erarbeitet, die in der eigenen pädagogischen Praxis erprobt, umgesetzt und schriftlich ausgearbeitet wurden.
Zahlreiche Schulleitungen, Kolleginnen und Kollegen sowie Familienangehörige begleiteten die Absolventinnen und Absolventen zur Verleihung. Dr. Michael Voges und Prof. Dr. Christian Fischer würdigten die Feierstunde in besonderem Maße. Herr Dr. Voges hat uns freundlicherweise sein Transkript zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

Dr. Michael Voges_Vortrag anlässlich der 19. ECHA-Diplomverleihung

7. Münsterscher Bildungskongress – Save the date!

Nach erfolgreichem Abschluss des 6. Münsterschen Bildungskongresses mit dem Titel „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung und Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ wurde nun das Datum des nächsten, des 7. Münsterschen Bildungskongresses, festgelegt. Dieser wird vom 22. bis zum 25. September 2021 stattfinden. Die Bildungskongresse in Münster werden seit 2003 alle drei Jahre vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) sowie dem Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW (lif) durchgeführt.

Um Informationen und Neuigkeiten zum 7. Münsterschen Bildungskongress 2021 zu erhalten, können Sie sich gern mit einer E-Mail an info@icbfkongress.de für den Newsletter registrieren.

Ankündigung dreiundzwanzigste WCGTC World Conference

Vom 24. Bis zum 28. Juli 2019 wird in Nashville, USA, die dreiundzwanzigste WCGTC (World Council for Gifted and Talented Children) World Conference stattfinden unter dem Motto „A World of Possibilities: Gifts, Talents, & Potential". Hier finden Sie alle weiteren Informationen.

10. ÖZBF-Kongress

Das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) veranstaltet von 14. – 16. November 2019 den 10. ÖZBF-Kongress in Salzburg. Das Thema des Kongresses 2019 ist „Begabung – Begeisterung – Bildungserfolg“.

Begabung – Begeisterung – Bildungserfolg

Begeisterung, die leidenschaftliche Beschäftigung mit einem Thema, spielt nicht nur eine wesentliche Rolle für persönliches Glück und Wohlbefinden. Sie ist auch ein zentraler Faktor bei der Umsetzung von Begabung in Leistung. Begabung mit Begeisterung zu leben und sich als Person nach eigenen Zielen zu entfalten, ist das Idealbild eines Weges von Begabung hin zu Bildungserfolg. Dieser kann sich in einer erfolgreichen Schullaufbahn und weiterführenden Abschlüssen ausdrücken, auf persönlicher Ebene kann Bildungserfolg als Erreichen individueller Bildungsziele gesehen werden. Die Begleitung eines Menschen auf dem Weg von Begabung zu Bildungserfolg, der von Kurven, Anstiegen oder Hürden geprägt sein kann, ist dabei ein wesentlicher Faktor. Verantwortliche in Erziehung und Bildung bieten immer wieder Anlässe, Möglichkeiten und Zeitfenster für die Begeisterung in der Domäne und spielen eine wichtige beratende und begleitende Rolle.

Hauptvorträge

Es erwarten Sie vier interessante Hauptvorträge, die das Kongressthema von unterschiedlichen Seiten beleuchten:

  • Univ.-Prof. Dr. Aljoscha C. Neubauer: Eignung oder Neigung: Welche Rolle spielen Begabungen und Interessen für Bildungserfolge?
  • Prof. Dr. Hans Anand Pant: Exzellente Schulen für exzellente Leistungen: Schulentwicklung als Motor der Leistungsförderung
  • Prof. Dr. Franzis Preckel: Begabung und Bildungserfolg − Faktoren gelungener Entwicklung
  • Prof. Dr. Miriam Vock: Begeistert lernen, wenn nichts Neues mehr kommt? Das Überspringen einer Klassenstufe als Ausweg aus der Unterforderung

Einreichung von Beiträgen - Call for Papers

Bis 28. Februar 2019 ist es möglich, Beiträge für den Kongress einzureichen. Als Beitragsarten sind Symposien, wissenschaftsorientierte und praxisorientierte Vorträge sowie Poster vorgesehen. Hiermit spricht das ÖZBF herzlich eine Einladung an Personen aus Praxis und Wissenschaft aus, Beiträge einzubringen und den 10. ÖZBF-Kongress damit aktiv mitzugestalten. Alle Informationen über die Einreichung von Beiträgen finden Sie im „Call for Papers“.

Informationen rund um den Kongress

Die Einreichung von Beiträgen im Zuge des Call for Papers ist bis 28. Februar 2019 möglich. Die Anmeldung zur Teilnahme am Kongress wird ab Januar 2019 möglich sein. Alle stets aktualisierten Informationen zum Kongress finden Sie unter www.oezbf.at/kongress2019.

Lernstrategiekurs für besonders begabte Kinder

In dem Kurs „Lernstrategien für besonders begabte Kinder“ werden wesentliche Lern‐ und Arbeitsstrategien für den schulischen Einsatz handlungsorientiert vermittelt. Das Kursangebot richtet sich an Kinder der Klassen fünf bis sieben und besteht zunächst aus einem 2-tägigen Blockseminar mit den Modulen „Selbststeuerung“, „Motivation“ und „Informationsverarbeitung“, sowie verschiedenen Kleingruppen- und Plenumsphasen. Der Kurs findet am 18. und 19. Januar 2019 statt.

Aufbauend auf diesen ersten Block wird ein 2- tägiges Folgeseminar angeboten, welches die Module aus dem ersten Wochenende vertieft. Die Erfahrungen der vergangenen Kurse zeigen, dass diese Seminarkombination sinnvoll ist, um auch dauerhafte Verbesserungen im Lern‐ und Arbeitsverhalten zu erzielen. Der Folgekurs findet am 15. und 16. März 2019 statt. Dieses Kursangebot hat sich in der Praxis bereits mehrere Jahre bei inzwischen über 300 Kindern in verschiedenen Städten Deutschlands bewährt und wurde im Jahr 2018 umstrukturiert und inhaltlich an die aktuellen Bedürfnisse besonders Begabter mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten angepasst.
Da beide Wochenenden aufeinander aufbauen, ist eine Teilnahme am Kurs nur für beide Wochenenden (insgesamt 4 Tage) möglich.

Weitere Informationen zum Kursangebot finden Sie hier.

6. Münstersche Bildungskongress hat erfolgreich stattgefunden

Vom 19. bis zum 22. September 2018 fand der 6. Münstersche Bildungskongress zum Thema „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung und Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ statt. Insgesamt nahmen 1250 TeilnehmerInnen und ReferentInnen am Kongress teil, so dass die verschiedensten Akteure aus Wissenschaft, Bildungspolitik, Bildungsadministration, aus der Schulentwicklung, d.h. Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern, sowie außerschulische Bildungspartner nach Münster kamen. Durch die über 130 Vorträge, Referate und Workshops wurde der Bildungskongress zu einem anspruchsvollen Ort wissenschaftlichen Austausches und interdisziplinären Gesprächs, in denen Dialoge über die Professionen hinaus angeregt und neue Impulse gesetzt werden konnten.

Das Team des ICBF bedankt sich für die vielen positiven Anmerkungen und Rückmeldungen. Einen Einblick über den Kongress bietet das aktuelle Kongressvideo.

Wir würden uns freuen, Sie beim 7. Münsterschen Bildungskongress begrüßen zu dürfen! 
Um aktuelle Informationen über die Münsterschen Bildungskongresse zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de für unseren Newsletter.

Start des Leseförderprojekts im Kontext des BMBF-Forschungsverbunds LemaS

Im Teilprojekt 14 „Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule“ wird die Implementation eines „Pakets“ aus Lernverlaufsdiagnostik, Feedbackgesprächen und differenzierter Leseförderung angestrebt. Da die Leistungsstreuung im Lesen bei Kindern im Grundschulalter enorm ist, erscheint ein Unterricht sinnvoll, in dem individuelle Angebote zur Förderung auf der Ebene des Wortlesens, der Leseflüssigkeit und des Leseverständnisses gemacht werden, um den unterschiedlichen Potentialen der Kinder gerecht zu werden. Um individuell passende Angebote machen zu können ist es dabei hilfreich, diagnostische Informationen zu haben, die sich sowohl auf das Leistungsniveau als auch auf den Lernfortschritt beziehen.
Für 2018 werden Kontakte zwischen Schulen und dem Projektteam aufgebaut, es wird über das Konzept zur diagnosebasierten differenzierten Leseförderung mit seinen drei Bausteinen informiert und die Materialien werden den Schulen zur Verfügung gestellt.
Begleitet wird das Projekt durch Herrn Prof. Dr. Elmar Souvignier, der sowohl im ICBF wie auch am Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung des Fachbereich 7 der WWU arbeitet.

Start der diFF-Teilprojekte im Rahmen des BMBF-Forschungsverbunds LemaS

Das „diFF“ gliedert sich in drei Teilprojekte (TP). Zum einen Teilprojekt 4 „Adaptive Formate potential- und prozessorientierter Diagnostik" und Teilprojekt 5 „Adaptive Formate selbstregulierten und forschenden Lernens“ zum anderen Teilprojekt 6 „Adaptive Formate diversitäts- und differenzsensiblen Lernens“.
Alle Projekte werden bis 2022 umgesetzt und haben jeweils miteinander verknüpfte Ziele. Lehrpersonen in ihrer Rolle zu unterstützen, die Potentiale und individuellen Lernbedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, damit eine adäquate Förderung (potenziell) besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler erfolgen kann, ist das Ziel des Teilprojektes 4. Ziel des Teilprojekts 5 ist es, ein Forder- und Förderformat an den Projektschulen (weiter) zu entwickeln und in diesen erweiterten Formen auf den Regelunterricht zu übertragen, um so den individuellen Forder- und Förderbedarfen der (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schüler zu entsprechen. Für Teilprojekt 6 lautet das Ziel, Konzepte und Projektansätze zur Förderung von potenziell leistungs-fähigen Schülerinnen und Schülern mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten zu entwickeln und umzusetzen, so dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf Formate des selbstregulierten forschenden Lernens sinnvoll nutzen können.
Die Forder- und Förderkonzepte werden in enger Zusammenarbeit mit den Projektschulen entwickelt und evaluiert, um eine Passung für den Einsatz im Regelunterricht sicherzustellen.
Für das Jahr 2018 ist zunächst geplant, die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und Schulen sowie den Wissenschaftler/innen aufzubauen und Bedarfe sowie Ressourcen an den Schulen zu identifizieren.
Begleitende Wissenschaftler/innen der WWU sind Herr Prof. Dr. Christian Fischer, Vorstandsvorsitzender des ICBF, und Frau Dr. Fischer-Ontrup, Geschäftsführerin des ICBF.

Start der MINT-Teilprojekte im Rahmen der BMBF-Forschungsverbunds LemaS

Im Rahmen der Forschungsinitative LemaS sind das Teilprojekt 3 und 8 im Bereich der mathematischen Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern gestartet.
Das Hauptziel des dritten Teilprojekts besteht darin, spezifische Diagnose- und Förderkonzepte für eine adaptierte Gestaltung der Übergänge (Kita – Grundschule, Grundschule – weiterführende Schule= von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Kindern im Regelunterricht der MINT-Fächer zu entwickeln, welche den Potentialen und Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden und gleichzeitig den inhaltlichen und organisatorischen Besonderheiten der jeweiligen Fachunterrichte entsprechen. In Teilprojekt 8 werden nicht die Übergänge, sondern generell adaptive Konzepte für eine diagnosebasierte individuelle Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht der MINT-Fächer fokussiert. Ziel ist zum einen ein Instrumentarium für eine Lernverlaufsdiagnostik zu entwickeln, die nicht nur jeweilige fachliche Kompetenzen und Interessen erfasst, sondern auch lernförderliche bzw. hemmende intra- und interpersonale Einflussfaktoren berücksichtigt. Zum anderen sollen Lernarrangements erprobt werden, die insbesondere interessengeleitetes, selbstregulierendes bzw. selbstbestimmtes und forschendes Lernen in den MINT-Fächern ermöglichen. Auch in diesen Teilprojekten steht zunächst eine Erhebung der Möglichkeiten und Ressourcen der beteiligten Schulen im Vordergrund, um aufbauend Möglichkeiten der Diagnose- und Förderkonzepte zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. In 2018 geht es entsprechend vorwiegend darum, die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der Schulen und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufzubauen sowie den „Ist-Zustand“ an den Schulen zu erfassen.

Begleitender Wissenschaftler, die an der WWU im Fachbereich 10 Mathematik und Informatik wie auch im ICBF verortet ist, ist Herr Prof. Dr. Friedhelm Käpnick.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Der nächste Fortbildungslehrgang ECHA-Diplom für Lehrpersonen beginnt am 20.09.2019. Weitere Informationen und Termine finden Sie hier.

ECHA-Coach
Der ECHA Coach Kurs beginnend im Januar 2019 ist ausgebucht. Sie können sich gerne auf eine Warteliste für diesen Kurs bzw. auf eine Interessentenliste für den Folgekurs setzen lassen. Termine für den Folgekurs folgen demnächst hier.

ECHA-Zertifikat
Bei Interesse am Kurs nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Archiv

Erfolgreicher Erasmus+ Projektantrag

Das ICBF hat sich zusammen mit sieben weiteren Hochschul- und Universitätsorganisationen Europas sowie dem ÖZBF im Bereich der Hochschulbildung erfolgreich für ein 3-jähriges Erasmus+ Projekt beworben.

Europa verliert seine Talente, die Drop-Out Quoten für das Erststudium steigen - auch für Deutschland - in den letzten Jahren. Das European Honors Council, welches im Juni 2016 offiziell gegründet wurde, versucht diesem Trend u.a. durch das bewilligte Erasmus+ Key Action 2 Projekt entgegenzuwirken. Der Fokus des Projektes liegt daher auf der Weiterentwicklung von Diagnose- und Reflexionsmaterialien für Lehrende in Fachhochschulen und Universitäten Europas, um talentierte Studierende zu erkennen und ihre Talente zu fördern. Während in den Niederlanden sogenannte Honors Programme – auch durch vormalige staatliche Unterstützung – in den meisten Universitäten etabliert sind, fehlt es in vielen anderen europäischen Ländern noch an geeigneten Förder- und Forderangeboten für talentierte und begabte Studierende. Das Erasmus+ Key Action 2 Projekt, welches ab diesem September bis August 2020 umgesetzt werden wird, versucht diese Lücke zu schließen und gliedert sich daher in drei Hauptprodukte:

  • MeTalent Mirror: Materialien und Instrumente zur Selbstevaluation von Lehrenden mit dem Fokus auf Talententwicklung
  • YouTalentSpotter: Diagnoseinstrumente für Lehrende, um talentierte, motivierte und begabte Studierende leichter zu erkennen und ihnen Unterstützung in der Weiterentwicklung ihrer Talente zu bieten
  • e-library, eine Online-Plattform die Texte, Bilder und Mini-Movies zum Thema Honors in Europa bereitstellen wird und so zur Netzwerkbildung der Hochschulen und zur Schaffung von mehr Honors Programmen beitragen wird.

Alle Produkte werden in internationaler Co-Kreation von den Antragssteller/innen sowie Lehrenden und Studierenden aus den Partnerländern erarbeitet. So ist eine enge Verknüpfung an die Praxiserfahrungen und –bedarf der einzelnen Länder gewährleistet. Durch die Bereitstellung von online Materialien ist zudem eine individuelle Auswahl von benötigten Inhalten durch einzelne Organisationen möglich. Eine Präsentation der Arbeitsergebnisse wird im Sommer 2020 in Form einer Summer School stattfinden. Das ICBF hat sich, als Mitglied des Lenkungsausschusses des European Honors Council, an den Vorarbeiten für den Antrag intensiv beteiligt und wird beim ersten Arbeitstreffen in Groningen am 11. & 12. Oktober sowie an den weiteren Arbeits- und Projekttreffen vertreten sein.

Weiterführende Informationen zur Arbeit des European Honors Council finden sich unter https://www.honorscouncil.eu Hier findet Sie auch das kostenlose online Journal zur Honors Education in Europa, welches im Juni 2017 erschienen ist. Auch ohne ein eigenes Honors-Programm können Sie sich als Mitglied kostenlos bei EHC anmelden, sodass Sie die monatliche Newsletter erhalten und auch über Fortschritte im ka2-Projekt auf dem Laufenden gehalten werden.

Neuer Titel in der icbf-Schriftenreihe erschienen

Ein neuer Titel in der Schriftenreihe des icbf ist soeben erschienen: Das „BeBa-Verfahren“ von Dr. Robin Pflüger, ein überwiegend in der Begabungsdiagnostik und Begabtenförderung tätiger Entwicklungspsychologe und Erziehungswissenschaftler.

Die Ursachenforschung zu außergewöhnlicher Leistung oder Hochbegabung weist eine lange wissenschaftliche Tradition auf. Im Kontext der Begabungsforschung wenig diskutiert, jedoch in Bezug auf Verhaltensadaptionen von Kindern gut erforscht, ist die Rolle der Interaktion von Bezugspersonen. Im Besonderen interessant ist hier der Einfluss von deren Einigkeit hinsichtlich der Charakterzüge eines Kindes, welche mit steigendem Maß auch ein adaptiveres Verhalten des Kindes bedingt. Das BeBa-Verfahren (= beobachtungsbasiert)- entwickelt von Dr. Robin Pflüger - erfasst die Wahrnehmungsambivalenz von Bezugspersonen bezüglich lernrelevanter Basisfertigkeiten und Fähigkeiten eines Kindes. Basierend auf dieser Erkenntnis der Bedingungsfaktoren von Potenzialentfaltung können individuelle Fördermaßnahmen zur Leistungsentfaltung entwickelt werden.

Der Titel ist im lit-Verlag unter diesem Link bestellbar:

EGIFT Training Event in Dublin

Vom 24. bis 28. Juli fand das erste Training Event für 22 Lehr- und pädagogisch-psychologische Fachkräfte aus Griechenland, Ungarn, Italien, Litauen, Schottland, Dublin, Slovenien und Deutschland (darunter zwei Mitarbeiterrinen des ICBF bzw. LIF) im Rahmen des EGIFT Erasmus+-Projektes, organisiert durch das Centre for Talented Youth, Ireland, in Dublin statt. An vier Tagen wurden im Rahmen von Vorträgen und Workshops grundlegende Themen wie Intelligenz, Begabung und Diagnostik, aber auch die sozialen und emotionalen Bedürfnisse begabter Schülerinnen und Schüler sowie Lehrstrategien zur Begabungsförderung im Klassenraum thematisiert und diskutiert. An einem weiteren Tag erhielten die Teilnehmerinnen und Teilnehmer die Möglichkeit zur Hospitation im Rahmen des akademischen Sommer-Programms für besonders begabte Schülerinnen und Schüler. Neben den interessanten Vorträgen und Hospitationen ergab sich die Gelegenheit zum Austausch über internationale theoretische und praktische Perspektiven im Hinblick auf die Begabungsförderung.

Der nächste Schritt im Rahmen des EGIFT-Projektes wird es sein, mit neuen Open Educational Resources online zu gehen, um Pädagoginnen und Pädagogen bei der Förderung besonders begabter Schülerinnen und Schüler im Klassenraum zu unterstützen. Die nächsten Training Events werden im Jahr 2018 in Slovenien (Univerza V Ljubljani) und 2019 in der Hand des ICBF & Lif in Münster stattfinden.

Weitere Informationen zu dem Projekt finden Sie hier

16. ECHA-Konferenz in Dublin

Vom 8. bis 11. August findet in Dublin die 16. ECHA-Konferenz rund um das Thema „Working with Gifted Students in the 21st Century“ statt. Vorträge und Workshops richten sich inhaltlich an unterschiedlichen Themenfeldern aus, wie etwa Fragen um die Identifizierung von Schülerinnen und Schülern aus benachteiligten sozialen Lagen oder aber der Nutzen von moderner Technologie im Rahmen von Begabtenförderungsprogrammen. Internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, Eltern, pädagogisches Fachpersonal und Interessierte sind eingeladen. Als Keynote-Speaker wurden unter anderem Prof. Francoys Gagné, Prof. Heidrun Stöger und Prof. Tracy Cross geladen. Die Deadline für die Einreichung von Abstracts wurde verschoben: Der Call for Abstracts ist nun bis zum 21. Februar 2018 geöffnet. Die early bird Registrierung kann noch bis zum 31. Mai 2018 erfolgen. Weitere Informationen können Sie auf der Kongresswebsite finden.

Achtung: Neue Deadline für den Call für Abstracts: 21.02.2018

Informationsbesuch des Wissenschaftsstaatssekretärs Klaus Kaiser im icbf

Das Internationale Centrum für Begabungsforschung (icbf) der Universitäten Münster, Nijmegen und Osnabrück erhielt jetzt Besuch von Klaus Kaiser, Parlamentarischer Staatssekretär im Ministerium für Kultur und Wissenschaft des Landes Nordrhein-Westfalen. Er wurde begleitet von den beiden CDU-Politikern Dr. Stefan Nacke und Prof. Dr. Thomas Sternberg.

Der Vorstandsvorsitzende Prof. Dr. Christian Fischer stellte die Kernkompetenzen des Centrums vor: Begabungsforschung, Begabtenförderung sowie Aus- und Weiterbildung. Mit seinen Kollegen Prof. Dr. Martin Bonsen (Dekan des Fachbereiches 06, Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften), Heribert Woestmann (Vorstand der icbf-Stiftung) sowie Dr. Katharina Steinberg (Schatzmeisterin der icbf-Stiftung) warb er in diesem Kontext für einen weiterbildenden Masterstudiengang.

Er betonte, dass sich das icbf nicht nur um die Förderung besonders begabter Kinder kümmere, sondern die breite Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schüler ebenso wichtig sei. Ein weiteres Arbeitsfeld bilde die Unterstützung von Kindern mit speziellen Beeinträchtigungen sowie Hilfen für Kinder aus bildungsbenachteiligten Lagen.

Wissenschaftsstaatssekretär Klaus Kaiser MdL (CDU) ließ sich insbesondere das Konzept des icbf erklären, das sich mit der Aus- und Weiterbildung von Lehrkräften, Pädagogen und Eltern hinsichtlich des Erkennens und der Förderung von Kindern mit besonderen Begabungen oder potenziell leistungsstarken Kindern befasst.

Stefan Nacke, CDU-Abgeordneter und Mitglied im Wissenschaftsausschuss des Landtags, will sich in Düsseldorf für mehr Bildungsgerechtigkeit einsetzen. Individuelle Förderung heiße zum einen Unterstützung bei der Überwindung von Schwächen, auf der anderen Seite aber auch Talentförderung.

Im Anschluss war noch ein kurzes Gespräch mit dem Rektor der Westfälischen-Wilhelms-Universität, Prof. Dr. Johannes Wessels, möglich.

Thomas Sternberg brachte es auf den Punkt: "Es ist ein gutes Signal, dass der Staatssekretär die WWU und ihre Einrichtungen gleich unter den ersten im Land besucht".

Foto (v.l.n.r.): Dr. Katharina Steinberg (icbf), Prof. Dr. Christian Fischer (icbf), Parl. StS Klaus Kaiser MdL, Prof. Dr. Martin Bonsen (FB 06), Dr. Stefan Nacke MdL (CDU), Akad. Dir. a.D. Heribert Woestmann (icbf), Prof. Dr. Thomas Sternberg (CDU).

Elterntraining Hochbegabung

Die Termine für das nächste Elterntraining für begabte Kindern stehen nun fest. Das Training wird als Blockseminar an zwei Samstagen (23.09.2017 und am 07.10.2017), jeweils von 10.00 bis 16.30 Uhr stattfinden.

Das Angebot richtet sich an Eltern und Bezugspersonen, die sich als Unterstützer der emotionalen und sozialen Entwicklung überdurchschnittlich begabter und hochbegabter Kinder und Jugendlicher verstehen und sich mit Fragen der Erziehung auseinandersetzen wollen. Das Elterntraining greift ausgewählte Aspekte der sozial-emotionalen Entwicklung (hoch-) begabter Kinder und Jugendlicher auf. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer erwerben Wissen zur Entwicklung und zur Erziehung (hoch-)begabter Kinder und Jugendlicher. Weitere Informationen finden Sie hier.

Dieses Elterntraining ist ausgebucht. Das nächste Elterntraining wird Anfang 2018 angeboten. Die Termine finden Sie hier in Kürze.

Essener ECHA-Diplomkurs für Realschullehrkräfte erfolgreich beendet

Sechzehn Lehrerinnen und Lehrer aus acht Essener Realschulen absolvierten in der Zeit von April 2016 bis Juni 2017 den Weiterbildungsstudiengang zum Specialist in Gifted Education, der anlässlich der Förderinitiative „Begabungsförderung an Essener Realschulen“ der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung in Zusammenarbeit mit dem ICBF angeboten wurde. Alle Lehrerinnen und Lehrer entwickelten in dieser Zeit mit großem Einsatz schulische Projekte der Begabungsförderung, die ein breites Spektrum an Begabungsfacetten berücksichtigten. Im Rahmen einer feierlichen Verleihung in besonderem Ambiente der Villa Hügel würdigten Vertreterinnen und Vertreter der Bezirksregierung, der Schulverwaltung der Stadt Essen, der Alfried Krupp von Bohlen und Halbach-Stiftung, der Schulleitungen sowie Prof. Dr. Franz Mönks und Prof. Dr. Christian Fischer das Engagement der Lehrkräfte in besonderem Maße.

Ausführlichere Informationen (Presseinformation) finden Sie hier

Forum "Bildungsungleichheit und Talentförderung"

Der Umgang mit Heterogenität und Inklusion ist nach wie vor ein zentrales schulpädagogisches Thema. Bildungskonzepte schwanken zwischen Ansätzen, Nachteile auszugleichen, und Initiativen, besondere Stärken junger Menschen gezielt zu fördern. Ein potenzialorientierter Umgang mit Diversität und Inklusion im Sinne einer Pädagogik der Vielfalt kann aber gewinnbringend für alle sein.

Dieses Thema aufgreifend fand am Dienstag, den 27. Juni 2017 in Münster das Forum „Bildungsungleichheit und Talentförderung“ statt, das von der WWU Münster und dem Lif NRW in Kooperation mit der Bezirksregierung Münster und dem Zentrum für Lehrerbildung in Münster veranstaltet wurde.

Basierend auf den Vorträgen von Prof. Dr. Wilfried Bos (Technische Universität Dortmund) zum Thema „Befunde aus den Vergleichsstudien“ und von Prof. Dr. El-Mafaalani (Fachhochschule Münster) über „Bildungsgerechtigkeit und Migration“ schloss sich eine Podiumsdiskussion an. Das Forum richtete sich an Dozierende, Lehrpersonen, Referendarinnen und Referendare, Studierende sowie alle weiteren Interessierten.

Prof. Wilfried Bos präsentierte die Testleistungen und Verteilung der Länder nach Kompetenzstufen aus internationalen Vergleichsstudien am Beispiel Mathematik und legte dabei den Schwerpunkt auf die Interpretation der Ergebnisse der hohen Kompetenzstufe. So erläuterte er am Beispiel von Singapur, dass 50 % der Schülerinnen und Schüler die höchste Kompetenzstufe erreichen, in Deutschland sind es nur 5,3%. Auch andere asiatische Länder weisen einen sehr hohen Anteil von Schülerinnen und Schülern auf der höchsten Kompetenzstufe auf. Als möglichen Erklärungsansatz verwies Prof. Bos auf die konfuzianische Tradition der asiatischen Länder: Bildung wird in Asien seit etwa 1000 Jahren als Schlüssel für Aufstieg begriffen. Kritisch entwickelte er die Frage nach den Auswirkungen solcher Ergebnisse auf die Zukunft Deutschlands.

Ferner verwies er auf die nach wie vor durch Studien bestätigte bestehende soziale Ungleichheit bei schulischen Übergängen in Deutschland, wonach Kinder aus akademischen Familien eine 3,6-fach höhere Chance haben, eine gymnasiale Empfehlung zu bekommen als Kinder aus Facharbeiterfamilien.

Prof. Aladin El-Mafaalani nahm den Themenschwerpunkt "Bildungsgerechtigkeit und Migration" in den Fokus. Ihm war es wichtig hervorzuheben, dass es vor allem viele unbeantwortete Fragen und viel Raum für interessante Studien gebe.

Sein Vortrag begann mit der Feststellung, dass es keine empirischen Vergleiche gibt über die Auswirkungen und Erfolge von der direkten Beschulung von geflüchteten Kindern in Regelklassen bzw. einer ersten Beschulung in separat dafür eingerichteten Klassen. Er stellte den „kontraintuitiven“ Zusammenhang heraus, dass die Bildungschancen ausländischer Kinder besser werden, je größer ihr Anteil unter den Schülerinnen und Schülern in der Stadt ist. Prof. El-Mafaalani sprach außerdem an, dass die Gruppe der in Deutschland lebenden vietnamesischen Kinder überdurchschnittlich erfolgreich ist, unabhängig von der Region, in der sie leben und trotz ihrer überwiegenden Herkunft aus sozial benachteiligten Familien. Erfolgreiche benachteiligte Schülerinnen und Schüler haben - wie El-Mafaalani es in seinem Vortrag nannte - eine "Insolvenzverwalter"- Strategie: Unter dem Druck funktioneller Knappheit planen und handeln sie immer nur kurzfristig, vermeiden Unsicherheiten und suchen funktionelle Lösungen.

In der anschließenden Podiumsdiskussion diskutierten die beiden Referenten angeregt mit Prof. Böttcher und Prof. Fischer (beide WWU), Ulrich Wehrhöfer (MSW) und Dorothee Schlüter (Schulleiterin ASGS Gymnasium Marl), moderiert von Burkhard Jungkamp (Staatssekretär a.D.). Auf dessen kritischen Fragen hin kamen die Beteiligten auf viele andere Aspekte des Themenfeldes "Bildungsgerechtigkeit und Migration" zu sprechen.

Wir freuen uns auf unseren 6. Münsterschen Bildungskongress vom 19. bis 22.9.2018 und auf tiefergehenden Vorträge, Beiträge und Auseinandersetzungen zum Thema:

Wir würden uns freuen Sie begrüßen zu dürfen!
Ihr/e
Christian Fischer & Christiane Fischer-Ontrup