Würdigung herausragender Projekte in der schulischen Begabungsförderung

Im Rahmen der Verleihung der ECHA-Diplome am 24. November 2018 wurden von der Namasté-Familienstiftung, vertreten durch den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Hans Wielens, und durch die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung, vertreten durch Heribert Woestmann, zum dritten Mal Projekte zur Begabungsförderung gewürdigt. Diese wurden während der Ausbildung zum „Specialist in Gifted Education“ von Lehrpersonen an den Schulen entwickelt und umgesetzt.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die die Begabungsförderung im Bereich mathematischer Kompetenzen (Mathe-Medaillen-Treff), im Bereich der Persönlichkeitsentwicklung (kreatives Schreiben) und der regionalen Vernetzung von Schulen (Übergänge gestalten) fokussieren. Durch die finanzielle Unterstützung können diese Projekte erneut durchgeführt und optimiert werden.

19. ECHA-Diplomverleihung

Am 24. November 2018 wurde 36 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des 19. Weiterbildungsstudienganges „Specialist in Gifted Education“ das ECHA-Diplom der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud University Nijmegen verliehen. Die Verleihung bildet den Abschluss des zweisemestrigen Weiterbildungsstudienganges, der im September 2017 begonnen hat. Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben in diesem Zeitraum mit großem Einsatz und viel Sachverstand Konzepte im Bereich der Begabungs- und Begabtenförderung erarbeitet, die in der eigenen pädagogischen Praxis erprobt, umgesetzt und schriftlich ausgearbeitet wurden.
Zahlreiche Schulleitungen, Kolleginnen und Kollegen sowie Familienangehörige begleiteten die Absolventinnen und Absolventen zur Verleihung. Dr. Michael Voges und Prof. Dr. Christian Fischer würdigten die Feierstunde in besonderem Maße. Herr Dr. Voges hat uns freundlicherweise sein Transkript zur Veröffentlichung zur Verfügung gestellt:

Dr. Michael Voges_Vortrag anlässlich der 19. ECHA-Diplomverleihung

7. Münsterscher Bildungskongress – Save the date!

Nach erfolgreichem Abschluss des 6. Münsterschen Bildungskongresses mit dem Titel „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung und Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ wurde nun das Datum des nächsten, des 7. Münsterschen Bildungskongresses, festgelegt. Dieser wird vom 22. bis zum 25. September 2021 stattfinden. Die Bildungskongresse in Münster werden seit 2003 alle drei Jahre vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) sowie dem Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW (lif) durchgeführt.

Um Informationen und Neuigkeiten zum 7. Münsterschen Bildungskongress 2021 zu erhalten, können Sie sich gern mit einer E-Mail an info@icbfkongress.de für den Newsletter registrieren.

Ankündigung dreiundzwanzigste WCGTC World Conference

Vom 24. Bis zum 28. Juli 2019 wird in Nashville, USA, die dreiundzwanzigste WCGTC (World Council for Gifted and Talented Children) World Conference stattfinden unter dem Motto „A World of Possibilities: Gifts, Talents, & Potential". Hier finden Sie alle weiteren Informationen.

10. ÖZBF-Kongress

Das Österreichische Zentrum für Begabtenförderung und Begabungsforschung (ÖZBF) veranstaltet von 14. – 16. November 2019 den 10. ÖZBF-Kongress in Salzburg. Das Thema des Kongresses 2019 ist „Begabung – Begeisterung – Bildungserfolg“.

Begabung – Begeisterung – Bildungserfolg

Begeisterung, die leidenschaftliche Beschäftigung mit einem Thema, spielt nicht nur eine wesentliche Rolle für persönliches Glück und Wohlbefinden. Sie ist auch ein zentraler Faktor bei der Umsetzung von Begabung in Leistung. Begabung mit Begeisterung zu leben und sich als Person nach eigenen Zielen zu entfalten, ist das Idealbild eines Weges von Begabung hin zu Bildungserfolg. Dieser kann sich in einer erfolgreichen Schullaufbahn und weiterführenden Abschlüssen ausdrücken, auf persönlicher Ebene kann Bildungserfolg als Erreichen individueller Bildungsziele gesehen werden. Die Begleitung eines Menschen auf dem Weg von Begabung zu Bildungserfolg, der von Kurven, Anstiegen oder Hürden geprägt sein kann, ist dabei ein wesentlicher Faktor. Verantwortliche in Erziehung und Bildung bieten immer wieder Anlässe, Möglichkeiten und Zeitfenster für die Begeisterung in der Domäne und spielen eine wichtige beratende und begleitende Rolle.

Hauptvorträge

Es erwarten Sie vier interessante Hauptvorträge, die das Kongressthema von unterschiedlichen Seiten beleuchten:

  • Univ.-Prof. Dr. Aljoscha C. Neubauer: Eignung oder Neigung: Welche Rolle spielen Begabungen und Interessen für Bildungserfolge?
  • Prof. Dr. Hans Anand Pant: Exzellente Schulen für exzellente Leistungen: Schulentwicklung als Motor der Leistungsförderung
  • Prof. Dr. Franzis Preckel: Begabung und Bildungserfolg − Faktoren gelungener Entwicklung
  • Prof. Dr. Miriam Vock: Begeistert lernen, wenn nichts Neues mehr kommt? Das Überspringen einer Klassenstufe als Ausweg aus der Unterforderung

Einreichung von Beiträgen - Call for Papers

Bis 28. Februar 2019 ist es möglich, Beiträge für den Kongress einzureichen. Als Beitragsarten sind Symposien, wissenschaftsorientierte und praxisorientierte Vorträge sowie Poster vorgesehen. Hiermit spricht das ÖZBF herzlich eine Einladung an Personen aus Praxis und Wissenschaft aus, Beiträge einzubringen und den 10. ÖZBF-Kongress damit aktiv mitzugestalten. Alle Informationen über die Einreichung von Beiträgen finden Sie im „Call for Papers“.

Informationen rund um den Kongress

Die Einreichung von Beiträgen im Zuge des Call for Papers ist bis 28. Februar 2019 möglich. Die Anmeldung zur Teilnahme am Kongress wird ab Januar 2019 möglich sein. Alle stets aktualisierten Informationen zum Kongress finden Sie unter www.oezbf.at/kongress2019.

Lernstrategiekurs für besonders begabte Kinder

In dem Kurs „Lernstrategien für besonders begabte Kinder“ werden wesentliche Lern‐ und Arbeitsstrategien für den schulischen Einsatz handlungsorientiert vermittelt. Das Kursangebot richtet sich an Kinder der Klassen fünf bis sieben und besteht zunächst aus einem 2-tägigen Blockseminar mit den Modulen „Selbststeuerung“, „Motivation“ und „Informationsverarbeitung“, sowie verschiedenen Kleingruppen- und Plenumsphasen. Der Kurs findet am 18. und 19. Januar 2019 statt.

Aufbauend auf diesen ersten Block wird ein 2- tägiges Folgeseminar angeboten, welches die Module aus dem ersten Wochenende vertieft. Die Erfahrungen der vergangenen Kurse zeigen, dass diese Seminarkombination sinnvoll ist, um auch dauerhafte Verbesserungen im Lern‐ und Arbeitsverhalten zu erzielen. Der Folgekurs findet am 15. und 16. März 2019 statt. Dieses Kursangebot hat sich in der Praxis bereits mehrere Jahre bei inzwischen über 300 Kindern in verschiedenen Städten Deutschlands bewährt und wurde im Jahr 2018 umstrukturiert und inhaltlich an die aktuellen Bedürfnisse besonders Begabter mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten angepasst.
Da beide Wochenenden aufeinander aufbauen, ist eine Teilnahme am Kurs nur für beide Wochenenden (insgesamt 4 Tage) möglich.

Weitere Informationen zum Kursangebot finden Sie hier.

6. Münstersche Bildungskongress hat erfolgreich stattgefunden

Vom 19. bis zum 22. September 2018 fand der 6. Münstersche Bildungskongress zum Thema „Begabungsförderung, Leistungsentwicklung und Bildungsgerechtigkeit – für alle!“ statt. Insgesamt nahmen 1250 TeilnehmerInnen und ReferentInnen am Kongress teil, so dass die verschiedensten Akteure aus Wissenschaft, Bildungspolitik, Bildungsadministration, aus der Schulentwicklung, d.h. Schulleitungen, Lehrkräfte und Eltern, sowie außerschulische Bildungspartner nach Münster kamen. Durch die über 130 Vorträge, Referate und Workshops wurde der Bildungskongress zu einem anspruchsvollen Ort wissenschaftlichen Austausches und interdisziplinären Gesprächs, in denen Dialoge über die Professionen hinaus angeregt und neue Impulse gesetzt werden konnten.

Das Team des ICBF bedankt sich für die vielen positiven Anmerkungen und Rückmeldungen. Einen Einblick über den Kongress bietet das aktuelle Kongressvideo.

Wir würden uns freuen, Sie beim 7. Münsterschen Bildungskongress begrüßen zu dürfen! 
Um aktuelle Informationen über die Münsterschen Bildungskongresse zu erhalten, registrieren Sie sich gerne mit einer kurzen E-Mail an info@icbfkongress.de für unseren Newsletter.

Start des Leseförderprojekts im Kontext des BMBF-Forschungsverbunds LemaS

Im Teilprojekt 14 „Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule“ wird die Implementation eines „Pakets“ aus Lernverlaufsdiagnostik, Feedbackgesprächen und differenzierter Leseförderung angestrebt. Da die Leistungsstreuung im Lesen bei Kindern im Grundschulalter enorm ist, erscheint ein Unterricht sinnvoll, in dem individuelle Angebote zur Förderung auf der Ebene des Wortlesens, der Leseflüssigkeit und des Leseverständnisses gemacht werden, um den unterschiedlichen Potentialen der Kinder gerecht zu werden. Um individuell passende Angebote machen zu können ist es dabei hilfreich, diagnostische Informationen zu haben, die sich sowohl auf das Leistungsniveau als auch auf den Lernfortschritt beziehen.
Für 2018 werden Kontakte zwischen Schulen und dem Projektteam aufgebaut, es wird über das Konzept zur diagnosebasierten differenzierten Leseförderung mit seinen drei Bausteinen informiert und die Materialien werden den Schulen zur Verfügung gestellt.
Begleitet wird das Projekt durch Herrn Prof. Dr. Elmar Souvignier, der sowohl im ICBF wie auch am Institut für Psychologie in Bildung und Erziehung des Fachbereich 7 der WWU arbeitet.

Start der diFF-Teilprojekte im Rahmen des BMBF-Forschungsverbunds LemaS

Das „diFF“ gliedert sich in drei Teilprojekte (TP). Zum einen Teilprojekt 4 „Adaptive Formate potential- und prozessorientierter Diagnostik" und Teilprojekt 5 „Adaptive Formate selbstregulierten und forschenden Lernens“ zum anderen Teilprojekt 6 „Adaptive Formate diversitäts- und differenzsensiblen Lernens“.
Alle Projekte werden bis 2022 umgesetzt und haben jeweils miteinander verknüpfte Ziele. Lehrpersonen in ihrer Rolle zu unterstützen, die Potentiale und individuellen Lernbedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, damit eine adäquate Förderung (potenziell) besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler erfolgen kann, ist das Ziel des Teilprojektes 4. Ziel des Teilprojekts 5 ist es, ein Forder- und Förderformat an den Projektschulen (weiter) zu entwickeln und in diesen erweiterten Formen auf den Regelunterricht zu übertragen, um so den individuellen Forder- und Förderbedarfen der (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schüler zu entsprechen. Für Teilprojekt 6 lautet das Ziel, Konzepte und Projektansätze zur Förderung von potenziell leistungs-fähigen Schülerinnen und Schülern mit Lern- und Leistungsschwierigkeiten zu entwickeln und umzusetzen, so dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarf Formate des selbstregulierten forschenden Lernens sinnvoll nutzen können.
Die Forder- und Förderkonzepte werden in enger Zusammenarbeit mit den Projektschulen entwickelt und evaluiert, um eine Passung für den Einsatz im Regelunterricht sicherzustellen.
Für das Jahr 2018 ist zunächst geplant, die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften und Schulen sowie den Wissenschaftler/innen aufzubauen und Bedarfe sowie Ressourcen an den Schulen zu identifizieren.
Begleitende Wissenschaftler/innen der WWU sind Herr Prof. Dr. Christian Fischer, Vorstandsvorsitzender des ICBF, und Frau Dr. Fischer-Ontrup, Geschäftsführerin des ICBF.

Start der MINT-Teilprojekte im Rahmen der BMBF-Forschungsverbunds LemaS

Im Rahmen der Forschungsinitative LemaS sind das Teilprojekt 3 und 8 im Bereich der mathematischen Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern gestartet.
Das Hauptziel des dritten Teilprojekts besteht darin, spezifische Diagnose- und Förderkonzepte für eine adaptierte Gestaltung der Übergänge (Kita – Grundschule, Grundschule – weiterführende Schule= von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Kindern im Regelunterricht der MINT-Fächer zu entwickeln, welche den Potentialen und Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden und gleichzeitig den inhaltlichen und organisatorischen Besonderheiten der jeweiligen Fachunterrichte entsprechen. In Teilprojekt 8 werden nicht die Übergänge, sondern generell adaptive Konzepte für eine diagnosebasierte individuelle Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern im Regelunterricht der MINT-Fächer fokussiert. Ziel ist zum einen ein Instrumentarium für eine Lernverlaufsdiagnostik zu entwickeln, die nicht nur jeweilige fachliche Kompetenzen und Interessen erfasst, sondern auch lernförderliche bzw. hemmende intra- und interpersonale Einflussfaktoren berücksichtigt. Zum anderen sollen Lernarrangements erprobt werden, die insbesondere interessengeleitetes, selbstregulierendes bzw. selbstbestimmtes und forschendes Lernen in den MINT-Fächern ermöglichen. Auch in diesen Teilprojekten steht zunächst eine Erhebung der Möglichkeiten und Ressourcen der beteiligten Schulen im Vordergrund, um aufbauend Möglichkeiten der Diagnose- und Förderkonzepte zu entwickeln, umzusetzen und zu evaluieren. In 2018 geht es entsprechend vorwiegend darum, die Zusammenarbeit zwischen den Lehrkräften der Schulen und den beteiligten Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aufzubauen sowie den „Ist-Zustand“ an den Schulen zu erfassen.

Begleitender Wissenschaftler, die an der WWU im Fachbereich 10 Mathematik und Informatik wie auch im ICBF verortet ist, ist Herr Prof. Dr. Friedhelm Käpnick.

Anmeldungen für ECHA Kurse

Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Der nächste Fortbildungslehrgang ECHA-Diplom für Lehrpersonen beginnt am 20.09.2019. Weitere Informationen und Termine finden Sie hier.

ECHA-Coach
Der ECHA Coach Kurs beginnend im Januar 2019 ist ausgebucht. Sie können sich gerne auf eine Warteliste für diesen Kurs bzw. auf eine Interessentenliste für den Folgekurs setzen lassen. Termine für den Folgekurs folgen demnächst hier.

ECHA-Zertifikat
Bei Interesse am Kurs nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

Archiv

Förderung mathematisch potenziell begabter Mädchen und Jungen in der Erprobungsstufe am Gymnasium – Neuer Band in der Reihe Begabungsforschung des icbf beim Lit-Verlag

Die vorliegende Studie soll einen Beitrag zur Förderung mathematisch potenziell Begabter – insbesondere Mädchen – in der Erprobungsstufe am Gymnasium leisten. In einer Quer- bzw. Längsschnittuntersuchung werden Langzeiteffekte des Projekts "Problem des Monats" auf die Mathematikleistungen und das Fachinteresse analysiert. Aus den Ergebnissen zu Wirkungen dieses Förderprojekts werden Schlussfolgerungen für eine optimale Förderung individueller mathematischer Begabungen mit Blick auf international vergleichbare mathematische Spitzenleistungen in Deutschland abgeleitet.

Die Autorin Frau StD' Katja Mühlenschmidt ist teilabgeordnete Lehrkraft am Institut für Didaktik der Mathematik und Informatik (WWU Münster) sowie Fachleiterin für Mathematik am Zentrum für schulpraktische Lehrerausbildung Münster.

Katja Mühlenschmidt. Förderung mathematisch potenziell begabter Mädchen und Jungen in der Erprobungsstufe am Gymnasium. Längsschnittstudie zu Wirkungen des Projekts "Problem des Monats" auf Fachinteresse und Mathematikleistungen. Reihe: Begabungsforschung - Schriftenreihe des ICBF Münster/Nijmegen. Bd. 20, 2017, 292 S., 34.90 EUR, 34.90 CHF, br., ISBN 978-3-643-13619-0

Begabungen fördern - Neue Ausgabe von Lernende Schule

In der neuen Ausgabe von Lernende Schule werden neben allgemeinen Grundlagen der Begabungs- und Talententwicklung konkrete Konzepte der schulischen Begabungs- und Talentförderung skizziert. Dabei wird der Blick auch über den „Tellerrand“ hinaus gerichtet auf benachbarte Länder, inklusive Settings werden berücksichtigt.
Als Beispiele werden die Umsetzung spezieller Formen des beschleunigten und angereicherten Lernens mithilfe anschaulicher Unterrichtsmaterialen und besondere Varianten des gemeinsamen und gruppierten Lernens in verschiedenen Schulformen beispielhaft beschrieben und diskutiert.
In der Werkstatt werden Materialien, Vorgehensweisen und Reflexionsmöglichkeiten vorgestellt, die mit dem Forder-Förder-Projekt als exemplarisches Erweiterungsprojekt in verschiedenen Schulformen und -stufen eingesetzt werden, sich aber auch für andere unterrichtliche Arrangements fruchtbar machen lassen.
Neben der konkreten Unterrichtspraxis wird auch die Rolle der Schulleitung bei der Entwicklung der individuellen Begabungs- und Talentförderung in der Schule thematisiert. Dabei wird die Begabungs- und Talententwicklung auch als konkrete Herausforderung für die Schul- und Unterrichtsentwicklung betrachtet. Begabungen fördern. Lernende Schule Nr. 76/2016. Friedrich Verlag, Bestellnummer: 537076

Auftaktveranstaltung „Zentren für Begabtenförderung NRW

Am 20. Dezember 2016 hat Schulministerin Sylvia Löhrmann im Rahmen einer Auftaktveranstaltung den Startschuss für das Projekt „Zentren für Begabtenförderung NRW“ gegeben. Ziel des Projektes ist es, 23 Schulen landesweit zu Beratungszentren im Bereich Begabungsförderung auszubilden, damit diese anschließend andere im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ registrierte Schulen in ihrer Arbeit in diesem Bereich unterstützen können. Die Auftaktveranstaltung bot den teilnehmenden Projektschulen die Möglichkeit zum Kennenlernen und für einen ersten Austausch. Zudem stellten Prof. Dr. Christian Fischer (Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW) und Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Fachhochschule Münster), die das Projekt wissenschaftlich begleiten und evaluieren, die von den Schulen eingereichten Begabungskonzepte vor.“

Forschungskolloquium Wintersemester WS 16/17

Nachwuchsförderung in den Darstellenden Künsten
Theaternachwuchs zwischen Begabung und zielgerichteter Förderung

Referent: Dr. Lars Göhmann
Datum: Montag, 30. Januar 2017
Uhrzeit: 17:15 - 18:45 Uhr

Abstract:
Im Zentrum der Forschungsarbeit der proskenion Stiftung steht die Frage nach der Entwicklung künstlerischer Begabungen. Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten sind Ausgangspunkt für die curriculare Entwicklung von Konzepten zur künstlerischen Nachwuchsförderung in den darstellenden Künsten. Generell sind Faktoren und Bedingungen künstlerischer Begabungen sowie Indikatoren ihrer Voraussetzungen in der Wissenschaft noch sehr unzureichend erforscht. Am ehesten lassen sich fundierte Erkenntnisse noch in der Musik, bereits quantitativ weniger im Tanz finden.
Als Talent wird eine überdurchschnittliche Begabung auf einem bestimmten Gebiet bezeichnet. In der Wissenschaft wird dabei differenziert zwischen Begabung als Anlagepotenzial und Talent als realisierte Anlage. Erklärungsansätze für herausragende Leistungen lassen sich daher grob in Begabungsansätze und Lernansätze unterteilen:

  • Begabung als eine unveränderbare, statische Fähigkeit (Begabungsansatz)
  • Begabung als eine dynamische, entwicklungsorientierte Fähigkeit (Lernansatz, Expertise) In den Vorüberlegungen zum aktuellen Forschungsprojekt der proskenion Stiftung waren die Ergebnisse zur
Begabungsforschung des schwedischen Psychologen K. Anders Ericsson von der Florida State University Grundlage des wissenschaftlichen Settings. Ericsson widerspricht auf anschauliche Art und Weise der Annahme von angeborenen Talenten. Seine Behauptung „Bisher existiert kein überzeugender Beweis, dass besondere Fähigkeiten angeboren sind“ hat die Begabungsforschung einen Perspektivwechsel einnehmen lassen.

Fachtagung der Beratungsstelle besondere Begabungen: Begabung macht bunt: Potenziale entdecken- Begabte fördern – Schule entwickeln

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Beratungsstelle besondere Begabung (BbB) und der bereits 3-jährigen Laufzeit des „Aktionsprogramms Begabtenförderung“ findet am 10. und 11. Februar eine Fachtagung der BbB in Hamburg statt. Zum Thema „Begabung macht bunt: Potenziale entdecken- Begabte fördern – Schule entwickeln“ werden neben wissenschaftlichen Vorträgen ein breites Spektrum an praktischen Konzepten aus der schulischen und unterrichtlichen Praxis vorgestellt. Auch das ICBF wird mit zwei Beiträgen vertreten sein.

Zielgruppen der Tagung sind neben Bildungsexpertinnen und -experten, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, Lehramtsstudierende sowie Lehrerinnen und Lehrer. Unter folgendem Link können Sie sich anmelden und das Programm abrufen: http://li.hamburg.de/tagungen/6799516/tagung/

Feierliche Verleihung des „ECHA-Diploms“ und des Zertifikats „Experte Individuelle Förderung“

Am 19. November 2016 fand erstmalig die gemeinsame Verleihung des 17. „ECHA-Diploms“ und des Zertifikats „Experte Individuelle Förderung“ in der katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus statt.
20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weiterbildungslehrgangs „Experte Individuelle Förderung“ nahmen ein Zertifikat der Wilhelms-Universität Münster entgegen. Den 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lehrgangs „Specialist in Gifted Education“ wurde das ECHA-Diplom der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud University Nijmegen verliehen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten im Vorfeld mit großem Einsatz und viel Sachverstand Konzepte im Bereich der Individuellen Förderung bzw. der Begabungs- und Begabtenförderung, die in der eigenen pädagogischen Praxis umgesetzt und schriftlich ausgearbeitet wurden.
Zahlreiche Schulleitungen, Kolleginnen und Kollegen sowie Familienangehörige begleiteten die Absolventinnen und Absolventen zur Verleihung. Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Anderbrügge, Prof. Dr. Franz Mönks, Prof. Dr. Christian Fischer, Ingrid Pieper-von-Heiden und weitere würdigten die Feierstunde in besonderem Maße.

Würdigung herausragender Projekte in der schulischen Begabungsförderung


Im Rahmen der Verleihung der ECHA-Diplome am 19. November 2016 wurden von der Namasté-Familienstiftung, vertreten durch den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Hans Wielens, und durch die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung erstmalig Projekte zur Begabungsförderung gewürdigt. Diese wurden währen der Ausbildung zum „Specialist in Gifted Education“ von Lehrpersonen an den Schulen entwickelt und umgesetzt.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die die Entwicklung und Erprobung einer prozessorientierten Förderdiagnostik für den schulischen Einsatz, die Entwicklung und Erprobung von didaktischen Ansätzen für einen begabungsfördernden Unterricht und/oder die Evaluation von Projekten und Programmen zur Begabtenförderung fokussieren. Durch die finanzielle Unterstützung können diese Projekte erneut durchgeführt werden.

6. Fachtagung von Bildung und Begabung „Begabung braucht Persönlichkeit“ am 09. Mai 2017 in Köln

Kluge Köpfe brauchen mehr als Begabungen und Talente: Die Persönlichkeit bestimmt die Entwicklung individueller Interessen, Stärken und Chancen wesentlich mit. Aus diesem Grund trägt die 6. Fachtagung am 09. Mai 2017 von Bildung und Begabung den Titel „Begabung braucht Persönlichkeit“. Dabei liegt der Fokus auf Persönlichkeitsmerkmalen und Kompetenzen, die aktuell und zukünftig für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen wichtig sind und sein werden und wie diese gefördert werden können. Im Rahmen verschiedener Vorträge, Praxisforen und Gespräche sollen für WissenschaftlerInnen, Lehrkräfte, TrainerInnen sowie andere PraktikerInnen und Interessierte Anlässe gegeben werden, über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Best-Practice-Einblicke zu sprechen.

Die Anmeldung ist bereits gestartet und die Plätze sind begrenzt.