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Erfolgreicher Erasmus+ Projektantrag

Das ICBF hat sich zusammen mit sieben weiteren Hochschul- und Universitätsorganisationen Europas sowie dem ÖZBF im Bereich der Hochschulbildung erfolgreich für ein 3-jähriges Erasmus+ Projekt beworben.

Europa verliert seine Talente, die Drop-Out Quoten für das Erststudium steigen - auch für Deutschland - in den letzten Jahren. Das European Honors Council, welches im Juni 2016 offiziell gegründet wurde, versucht diesem Trend u.a. durch das bewilligte Erasmus+ Key Action 2 Projekt entgegenzuwirken. Der Fokus des Projektes liegt daher auf der Weiterentwicklung von Diagnose- und Reflexionsmaterialien für Lehrende in Fachhochschulen und Universitäten Europas, um talentierte Studierende zu erkennen und ihre Talente zu fördern. Während in den Niederlanden sogenannte Honors Programme – auch durch vormalige staatliche Unterstützung – in den meisten Universitäten etabliert sind, fehlt es in vielen anderen europäischen Ländern noch an geeigneten Förder- und Forderangeboten für talentierte und begabte Studierende. Das Erasmus+ Key Action 2 Projekt, welches ab diesem September bis August 2020 umgesetzt werden wird, versucht diese Lücke zu schließen und gliedert sich daher in drei Hauptprodukte:

  • MeTalent Mirror: Materialien und Instrumente zur Selbstevaluation von Lehrenden mit dem Fokus auf Talententwicklung
  • YouTalentSpotter: Diagnoseinstrumente für Lehrende, um talentierte, motivierte und begabte Studierende leichter zu erkennen und ihnen Unterstützung in der Weiterentwicklung ihrer Talente zu bieten
  • e-library, eine Online-Plattform die Texte, Bilder und Mini-Movies zum Thema Honors in Europa bereitstellen wird und so zur Netzwerkbildung der Hochschulen und zur Schaffung von mehr Honors Programmen beitragen wird.

Alle Produkte werden in internationaler Co-Kreation von den Antragssteller/innen sowie Lehrenden und Studierenden aus den Partnerländern erarbeitet. So ist eine enge Verknüpfung an die Praxiserfahrungen und –bedarf der einzelnen Länder gewährleistet. Durch die Bereitstellung von online Materialien ist zudem eine individuelle Auswahl von benötigten Inhalten durch einzelne Organisationen möglich. Eine Präsentation der Arbeitsergebnisse wird im Sommer 2020 in Form einer Summer School stattfinden. Das ICBF hat sich, als Mitglied des Lenkungsausschusses des European Honors Council, an den Vorarbeiten für den Antrag intensiv beteiligt und war beim ersten Arbeitstreffen in Groningen am 11. & 12. Oktober sowie an den weiteren Arbeits- und Projekttreffen vertreten. Hier wurden innerhalb der ersten zwei Tage Grundsteine für die Arbeit an den jeweiligen Produkten (MeTalentMirror; YouTalentSpotter und e-library) gelegt. Das nächste Treffen wird am 22. und 23. März in Salzburg durch das ÖZBF ausgerichtet.

Weiterführende Informationen zur Arbeit des European Honors Council finden sich unter www.honorscouncil.eu Hier findet Sie auch das kostenlose online Journal zur Honors Education in Europa, welches im Juni 2017 erschienen ist. Auch ohne ein eigenes Honors-Programm können Sie sich als Mitglied kostenlos bei EHC anmelden, sodass Sie die monatliche Newsletter erhalten und auch über Fortschritte im ka2-Projekt auf dem Laufenden gehalten werden.

ECHA-Tag 2017 - Begabungsförderung implementieren: Leitbilder entwickeln – Bildungspartnerschaften stärken

Am Samstag, dem 11. November 2017, wird der nächste Deutsche ECHA-Tag in Münster stattfinden. Dieses Angebot richtet sich an Pädagoginnen und Pädagogen, die an den Weiterbildungsmaßnahmen zum ECHA-Diplom, ECHA-Zertifikat oder ECHA-Coach teilgenommen haben.

Der diesjährige ECHA-Tag steht unter dem Thema Begabungsförderung implementieren: Leitbilder entwickeln – Bildungspartnerschaften stärken. Ziel des ECHA-Tages ist es, in diesem Kontext praxisnahe Angebote vorzustellen und gezielt Impulse zu setzen, die zum Diskutieren und Umsetzen in der eigenen Praxis einladen.

Anmeldungen für den ECHA-Tag nimmt ab sofort Julia Gilhaus (Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein! ) entgegen.

Programmheft

Schülerarbeiten an der Universität Münster ausgezeichnet

Das ICBF an der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und die Dr. Hans Riegel-Stiftung haben am Samstag, 30. September 2017 die Dr. Hans Riegel-Fachpreise für besonders gute vorwissenschaftliche Arbeiten von Schülerinnen und Schülern der Region verliehen.

Prämiert wurden vorwissenschaftliche Arbeiten aus den Disziplinen Biologie, Chemie, Geographie, Mathematik und Physik. Prof. Dr. Christian Fischer (ICBF) zu den Arbeiten: "Auch im achten Durchgang haben wir wieder mehr als 80 Facharbeiten erhalten. Themen und Qualität der Arbeiten sind ein Beleg für hervorragenden Unterricht in den naturwissenschaftlichen Fächern."

Folgende Schülerinnen und Schüler wurden ausgezeichnet:

Biologie:
1. Platz: Meike Terlutter von der Maximilian-Kolbe-Gesamtschule in Saerbeck: „Auswirkungen einer periodischen Austrocknung eines Heideweihers im Münsterland auf die Libellenfauna“
2. Platz: Amelie Winkelkotte vom Joseph-König-Gymnasium in Haltern: „Operante Konditionierung: Unterscheidungslernen bei Ziegen durch Lernen durch Versuch und Irrtum“
3. Platz: Fabian Nienhaus vom Gymnasium Mariengarden in Borken: „Wenn zwei Kolonien sich kreuzen… Wie reagieren Bacillus subtilis und Yarrowia lipolytica, wenn deren Kolonien miteinander verschmelzen?“

Chemie:
1. Platz: Tabea Cosima Mittmann vom Annette-von-Droste-Hülshoff-Gymnasium in Münster: „Das Phänomen der elektrochemischen Korrosion in der Schifffahrt unter besonderer Betrachtung der Problematik bei Regattasegelbooten“
2. Platz: Tabea Eilbracht vom Adalbert-Stifter-Gymnasium in Castrop-Rauxel: „Einfluss von Tensiden auf Größe und Stabilität von Seifenblasen im Blasring-Experiment“
3. Platz: Paul Schneider vom Annette-von-Droste-Hülshoff Gymnasium in Dülmen: „Übertragung des Prozesses der Herstellung von Rapsmethylester im schulischen Bereich auf die Herstellung von Altfettmethylester aus Fritteusenfetten im schulischen Bereich“

Geographie:
1. Platz: Esther Ruholl von der Marienschule in Münster: „Erweiterung des Stadtzentrums in Münster-Kinderhaus – Erfolg oder Misserfolg?“
2. Platz: Philipp Hartkorn vom Albert-Schweitzer/Geschwister-Scholl-Gymnasium in Marl: „Fracking: Fluch oder Segen? Fracking im Spannungsfeld zwischen Ökonomie und Ökologie am Raumbeispiel North Dakota“
3. Platz: Jannis Stapper vom Kopernikus-Gymnasium in Rheine: „Die Nachhaltigkeit von Einkaufszentren am Beispiel der Emsgalerie Rheine“

Mathematik:
1. Platz: Marcel Garus vom Ratsgymnasium in Gladbeck: „Anwendungsmöglichkeiten der Fourierreihe“
2. Platz: Rieke Schlenkert vom Gymnasium St. Michael in Ahlen: „Kompression von Raster-Grafiken anhand des xPixMap-Formats“
3. Platz: Max Remmert vom Gymnasium St. Michael in Ahlen: „Ein datenbankbasiertes Wissensquiz“

Physik:
1. Platz: Mira Posingies von der Marienschule in Münster: „Photovoltaik – Inwieweit beeinträchtigt die Temperatur die Leistungsfähigkeit von Solarzellen?“
2. Platz: Luca Brilhaus vom Gymnasium St. Mauritz in Münster: „Experimentelle Erzeugung von Lissajous-Figuren ganz einfach?“
3. Platz: Jannis Werwer vom Gymnasium St. Ursula in Dorsten: „Die Messung von e/me mit dem Fadenstrahlrohr“

Ringvorlesung Wintersemester 2017/18

Im Rahmen der Ringvorlesung musste der Vortrag von Herrn Dr. Voges erneut verschoben werden. Sein Vortrag „Bessere Entwicklungsmöglichkeiten für leistungsstarke und leistungsfähige Schülerinnen und Schüler: Zur Entstehung der gemeinsamen Förderstrategie von Bund und Ländern von Herbst 2016“ ist nun am 19.12.2017 zu hören.

In Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) und dem Landeskompetenzzentrum für individuelle Förderung NRW (lif) wird im Wintersemester 2017/18 im Institut für Erziehungswissenschaften an der Universität Münster eine Ringvorlesung zum Thema "Talente fördern – Leistungen entwickeln" angeboten.

Potenziale und Begabungen zeigen sich in ihrer Vielfalt in jeder Person. Dabei gilt es die vielfältigen Talente zu fördern, damit sich persönliche Leistungen entwickeln können. Vor allem die Schule hat die Aufgabe, alle Kinder und Jugendlichen als potenziell leistungsfähig zu adressieren. Neben leistungsschwächeren sollten auch leistungsstärkere Schülerinnen und Schüler in den Blick genommen und dabei in ihren individuellen Lernprozessen herausgefordert und gefördert werden.

In der Ringvorlesung "Talente fördern – Leistungen entwickeln" werden Grundlagen und Konzepte einer diagnosebasierten individuellen Förderung von vielfältigen Leistungspotenzialen insbesondere im schulischen Kontext vorgestellt und diskutiert.

Dabei wird die Expertise aus unterschiedlichen Fachrichtungen innerhalb sowie außerhalb der Universität Münster gebündelt. Es werden unterschiedliche Ansätze vorgestellt, die zeigen, dass ein potenzialorientierter Umgang mit Vielfalt – auch mit dem Blick auf leistungsstärkere und potenziell leistungsfähige Schülerinnen und Schüler – gewinnbringend für alle sein kann.

Die Ringvorlesung ist für Pädagoginnen und Pädagogen und alle weiteren Interessierten ab dem 17.10.2017 geöffnet. Die Veranstaltung findet dienstags in der Zeit von 16.15 – 17.45 Uhr im S 10 im Schloss der Universität Münster (4. OG) statt.

Hier können Sie das Programm der Ringvorlesung herunterladen

Ärztekammer Westfalen-Lippe veranstaltet Fortbildungsseminar

Die medizinische Akademie der Ärztekammer Westfalen-Lippe veranstaltet in Kooperation mit dem Internationalen Centrum für Begabungsforschung ein Fortbildungsseminar, welches sich an alle Ärzte, Kinder- und Jugendpsychiater und -psychotherapeuten, Psychologische Psychotherapeuten, Pädagogen und an weitere Interessierte richtet, die in ihrer täglichen Arbeit mit Kindern und Jugendlichen mit Hochbegabung zu tun haben. Das Seminar findet statt am Samstag, 14. Oktober 2017 im Ärztehaus Münster. Anmeldungen zu dieser Veranstaltung sind noch möglich.

Flyer

Exzellenz Facharbeit: Dr. Hans Riegel-Fachpreise

Die Dr. Hans Riegel-Stiftung und die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung laden alle Wettbewerbsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit ihren Eltern, die Mitglieder der Schulleitungen oder deren Vertreterinnen oder Vertreter sowie die betreuenden Fachlehre- rinnen und Fachlehrer zur Abschlussveranstaltung und Preisverleihung herzlich in die Aula im Schloß zu Münster ein.

Hans Riegel Einladung 2017

Erfolgreicher Erasmus+ Projektantrag

Das ICBF hat sich zusammen mit sieben weiteren Hochschul- und Universitätsorganisationen Europas sowie dem ÖZBF im Bereich der Hochschulbildung erfolgreich für ein 3-jähriges Erasmus+ Projekt beworben.

Europa verliert seine Talente, die Drop-Out Quoten für das Erststudium steigen - auch für Deutschland - in den letzten Jahren. Das European Honors Council, welches im Juni 2016 offiziell gegründet wurde, versucht diesem Trend u.a. durch das bewilligte Erasmus+ Key Action 2 Projekt entgegenzuwirken. Der Fokus des Projektes liegt daher auf der Weiterentwicklung von Diagnose- und Reflexionsmaterialien für Lehrende in Fachhochschulen und Universitäten Europas, um talentierte Studierende zu erkennen und ihre Talente zu fördern. Während in den Niederlanden sogenannte Honors Programme – auch durch vormalige staatliche Unterstützung – in den meisten Universitäten etabliert sind, fehlt es in vielen anderen europäischen Ländern noch an geeigneten Förder- und Forderangeboten für talentierte und begabte Studierende. Das Erasmus+ Key Action 2 Projekt, welches ab diesem September bis August 2020 umgesetzt werden wird, versucht diese Lücke zu schließen und gliedert sich daher in drei Hauptprodukte:

  • MeTalent Mirror: Materialien und Instrumente zur Selbstevaluation von Lehrenden mit dem Fokus auf Talententwicklung
  • YouTalentSpotter: Diagnoseinstrumente für Lehrende, um talentierte, motivierte und begabte Studierende leichter zu erkennen und ihnen Unterstützung in der Weiterentwicklung ihrer Talente zu bieten
  • e-library, eine Online-Plattform die Texte, Bilder und Mini-Movies zum Thema Honors in Europa bereitstellen wird und so zur Netzwerkbildung der Hochschulen und zur Schaffung von mehr Honors Programmen beitragen wird.

Alle Produkte werden in internationaler Co-Kreation von den Antragssteller/innen sowie Lehrenden und Studierenden aus den Partnerländern erarbeitet. So ist eine enge Verknüpfung an die Praxiserfahrungen und –bedarf der einzelnen Länder gewährleistet. Durch die Bereitstellung von online Materialien ist zudem eine individuelle Auswahl von benötigten Inhalten durch einzelne Organisationen möglich. Eine Präsentation der Arbeitsergebnisse wird im Sommer 2020 in Form einer Summer School stattfinden. Das ICBF hat sich, als Mitglied des Lenkungsausschusses des European Honors Council, an den Vorarbeiten für den Antrag intensiv beteiligt und wird beim ersten Arbeitstreffen in Groningen am 11. & 12. Oktober sowie an den weiteren Arbeits- und Projekttreffen vertreten sein.

Weiterführende Informationen zur Arbeit des European Honors Council finden sich unter https://www.honorscouncil.eu Hier findet Sie auch das kostenlose online Journal zur Honors Education in Europa, welches im Juni 2017 erschienen ist. Auch ohne ein eigenes Honors-Programm können Sie sich als Mitglied kostenlos bei EHC anmelden, sodass Sie die monatliche Newsletter erhalten und auch über Fortschritte im ka2-Projekt auf dem Laufenden gehalten werden.

Neuer Titel in der icbf-Schriftenreihe erschienen

Ein neuer Titel in der Schriftenreihe des icbf ist soeben erschienen: Das „BeBa-Verfahren“ von Dr. Robin Pflüger, ein überwiegend in der Begabungsdiagnostik und Begabtenförderung tätiger Entwicklungspsychologe und Erziehungswissenschaftler.

Die Ursachenforschung zu außergewöhnlicher Leistung oder Hochbegabung weist eine lange wissenschaftliche Tradition auf. Im Kontext der Begabungsforschung wenig diskutiert, jedoch in Bezug auf Verhaltensadaptionen von Kindern gut erforscht, ist die Rolle der Interaktion von Bezugspersonen. Im Besonderen interessant ist hier der Einfluss von deren Einigkeit hinsichtlich der Charakterzüge eines Kindes, welche mit steigendem Maß auch ein adaptiveres Verhalten des Kindes bedingt. Das BeBa-Verfahren (= beobachtungsbasiert)- entwickelt von Dr. Robin Pflüger - erfasst die Wahrnehmungsambivalenz von Bezugspersonen bezüglich lernrelevanter Basisfertigkeiten und Fähigkeiten eines Kindes. Basierend auf dieser Erkenntnis der Bedingungsfaktoren von Potenzialentfaltung können individuelle Fördermaßnahmen zur Leistungsentfaltung entwickelt werden.

Der Titel ist im lit-Verlag unter diesem Link bestellbar: