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Auftaktveranstaltung „Zentren für Begabtenförderung NRW

Am 20. Dezember 2016 hat Schulministerin Sylvia Löhrmann im Rahmen einer Auftaktveranstaltung den Startschuss für das Projekt „Zentren für Begabtenförderung NRW“ gegeben. Ziel des Projektes ist es, 23 Schulen landesweit zu Beratungszentren im Bereich Begabungsförderung auszubilden, damit diese anschließend andere im Netzwerk „Zukunftsschulen NRW“ registrierte Schulen in ihrer Arbeit in diesem Bereich unterstützen können. Die Auftaktveranstaltung bot den teilnehmenden Projektschulen die Möglichkeit zum Kennenlernen und für einen ersten Austausch. Zudem stellten Prof. Dr. Christian Fischer (Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW) und Prof. Dr. Aladin El-Mafaalani (Fachhochschule Münster), die das Projekt wissenschaftlich begleiten und evaluieren, die von den Schulen eingereichten Begabungskonzepte vor.“

Forschungskolloquium Wintersemester WS 16/17

Nachwuchsförderung in den Darstellenden Künsten
Theaternachwuchs zwischen Begabung und zielgerichteter Förderung

Referent: Dr. Lars Göhmann
Datum: Montag, 30. Januar 2017
Uhrzeit: 17:15 - 18:45 Uhr

Abstract:
Im Zentrum der Forschungsarbeit der proskenion Stiftung steht die Frage nach der Entwicklung künstlerischer Begabungen. Erkenntnisse aus den Forschungsprojekten sind Ausgangspunkt für die curriculare Entwicklung von Konzepten zur künstlerischen Nachwuchsförderung in den darstellenden Künsten. Generell sind Faktoren und Bedingungen künstlerischer Begabungen sowie Indikatoren ihrer Voraussetzungen in der Wissenschaft noch sehr unzureichend erforscht. Am ehesten lassen sich fundierte Erkenntnisse noch in der Musik, bereits quantitativ weniger im Tanz finden.
Als Talent wird eine überdurchschnittliche Begabung auf einem bestimmten Gebiet bezeichnet. In der Wissenschaft wird dabei differenziert zwischen Begabung als Anlagepotenzial und Talent als realisierte Anlage. Erklärungsansätze für herausragende Leistungen lassen sich daher grob in Begabungsansätze und Lernansätze unterteilen:

  • Begabung als eine unveränderbare, statische Fähigkeit (Begabungsansatz)
  • Begabung als eine dynamische, entwicklungsorientierte Fähigkeit (Lernansatz, Expertise) In den Vorüberlegungen zum aktuellen Forschungsprojekt der proskenion Stiftung waren die Ergebnisse zur
Begabungsforschung des schwedischen Psychologen K. Anders Ericsson von der Florida State University Grundlage des wissenschaftlichen Settings. Ericsson widerspricht auf anschauliche Art und Weise der Annahme von angeborenen Talenten. Seine Behauptung „Bisher existiert kein überzeugender Beweis, dass besondere Fähigkeiten angeboren sind“ hat die Begabungsforschung einen Perspektivwechsel einnehmen lassen.

Fachtagung der Beratungsstelle besondere Begabungen: Begabung macht bunt: Potenziale entdecken- Begabte fördern – Schule entwickeln

Anlässlich des 20-jährigen Jubiläums der Beratungsstelle besondere Begabung (BbB) und der bereits 3-jährigen Laufzeit des „Aktionsprogramms Begabtenförderung“ findet am 10. und 11. Februar eine Fachtagung der BbB in Hamburg statt. Zum Thema „Begabung macht bunt: Potenziale entdecken- Begabte fördern – Schule entwickeln“ werden neben wissenschaftlichen Vorträgen ein breites Spektrum an praktischen Konzepten aus der schulischen und unterrichtlichen Praxis vorgestellt. Auch das ICBF wird mit zwei Beiträgen vertreten sein.

Zielgruppen der Tagung sind neben Bildungsexpertinnen und -experten, Lehramtsanwärterinnen und -anwärter, Lehramtsstudierende sowie Lehrerinnen und Lehrer. Unter folgendem Link können Sie sich anmelden und das Programm abrufen: http://li.hamburg.de/tagungen/6799516/tagung/

Feierliche Verleihung des „ECHA-Diploms“ und des Zertifikats „Experte Individuelle Förderung“

Am 19. November 2016 fand erstmalig die gemeinsame Verleihung des 17. „ECHA-Diploms“ und des Zertifikats „Experte Individuelle Förderung“ in der katholisch-sozialen Akademie Franz Hitze Haus statt.
20 Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Weiterbildungslehrgangs „Experte Individuelle Förderung“ nahmen ein Zertifikat der Wilhelms-Universität Münster entgegen. Den 38 Teilnehmerinnen und Teilnehmern des Lehrgangs „Specialist in Gifted Education“ wurde das ECHA-Diplom der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster und der Radboud University Nijmegen verliehen.
Alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer entwickelten im Vorfeld mit großem Einsatz und viel Sachverstand Konzepte im Bereich der Individuellen Förderung bzw. der Begabungs- und Begabtenförderung, die in der eigenen pädagogischen Praxis umgesetzt und schriftlich ausgearbeitet wurden.
Zahlreiche Schulleitungen, Kolleginnen und Kollegen sowie Familienangehörige begleiteten die Absolventinnen und Absolventen zur Verleihung. Prof. Dr. Dr. h.c. Klaus Anderbrügge, Prof. Dr. Franz Mönks, Prof. Dr. Christian Fischer, Ingrid Pieper-von-Heiden und weitere würdigten die Feierstunde in besonderem Maße.

Würdigung herausragender Projekte in der schulischen Begabungsförderung


Im Rahmen der Verleihung der ECHA-Diplome am 19. November 2016 wurden von der Namasté-Familienstiftung, vertreten durch den Vorsitzenden der Stiftung, Prof. Dr. Hans Wielens, und durch die Stiftung Internationales Centrum für Begabungsforschung erstmalig Projekte zur Begabungsförderung gewürdigt. Diese wurden währen der Ausbildung zum „Specialist in Gifted Education“ von Lehrpersonen an den Schulen entwickelt und umgesetzt.

Ausgezeichnet wurden drei Projekte, die die Entwicklung und Erprobung einer prozessorientierten Förderdiagnostik für den schulischen Einsatz, die Entwicklung und Erprobung von didaktischen Ansätzen für einen begabungsfördernden Unterricht und/oder die Evaluation von Projekten und Programmen zur Begabtenförderung fokussieren. Durch die finanzielle Unterstützung können diese Projekte erneut durchgeführt werden.

6. Fachtagung von Bildung und Begabung „Begabung braucht Persönlichkeit“ am 09. Mai 2017 in Köln

Kluge Köpfe brauchen mehr als Begabungen und Talente: Die Persönlichkeit bestimmt die Entwicklung individueller Interessen, Stärken und Chancen wesentlich mit. Aus diesem Grund trägt die 6. Fachtagung am 09. Mai 2017 von Bildung und Begabung den Titel „Begabung braucht Persönlichkeit“. Dabei liegt der Fokus auf Persönlichkeitsmerkmalen und Kompetenzen, die aktuell und zukünftig für die individuelle Persönlichkeitsentwicklung junger Menschen wichtig sind und sein werden und wie diese gefördert werden können. Im Rahmen verschiedener Vorträge, Praxisforen und Gespräche sollen für WissenschaftlerInnen, Lehrkräfte, TrainerInnen sowie andere PraktikerInnen und Interessierte Anlässe gegeben werden, über neue wissenschaftliche Erkenntnisse und Best-Practice-Einblicke zu sprechen.

Die Anmeldung ist bereits gestartet und die Plätze sind begrenzt.

Gemeinsame Initiative von Bund und Ländern zur Förderung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Kultusministerkonferenz zielen mit der am 10.11.2016 beschlossenen Initiative von Bund und Ländern auf die bestmögliche Förderung und Entwicklung leistungsstarker und potenziell besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler ab. Entsprechend einer Chancen- und Bildungsgerechtigkeit fokussierenden Bildungspolitik sollen Schülerinnen und Schüler unabhängig ihrer sozialen Herkunft, ihres Geschlechts und ihres sozialen Status durch eine optimale Förderung ihren bestmöglichen Lern- und Bildungserfolg erreichen können. Dafür stellen Bund und Länder dem Projekt mit 10-jähriger Laufzeit insgesamt 125 Millionen Euro zur Verfügung.

Das ICBF und die Stiftung ICBF begrüßen die gemeinsame Initiative von Bund und Ländern, bei denen die besonderen Fähigkeiten und Potenziale von Kindern und Jugendlichen in den Blick genommen werden, als wichtigen Beitrag zu mehr Bildungsgerechtigkeit.

Auf den Lehrer kommt es an?! Unterstützung für professionelles Handeln angesichts aktueller Herausforderungen

Am 3. und 4. April 2017 finden die 34. Münsterschen Gespräche zur Pädagogik (MGP) statt, zu denen Pädagoginnen und Pädagogen, Schulträgervertreterinnen und –vertreter, Bildungspolitikerinnen und -politiker sowie alle weiteren Interessierten herzlich eingeladen sind. Mit Blick auf die Ergebnisse der Hattie-Studie soll der Frage nachgegangen werden, wie Lehrkräfte darin unterstützt werden können, ihre Verantwortung für das Lernen der Schülerinnen und Schüler professionell wahrzunehmen. Neben wissenschaftlichen Vorträgen werden aktuelle Ansätze aus der Praxis der Lehrer(fort)bildung vorgestellt und diskutiert. Im Blick ist dabei, was der Einzelne (für sich) tun kann, wie Kollegien durch Zusammenarbeit besser werden und was aus der Perspektive von Schulträgern an Unterstützung angeboten werden kann. Weitere Informationen zum Programm sowie zur Anmeldung können Sie dem Flyer entnehmen.