Außerschulische Begabungsförderung für Kinder und Jugendliche aus sozial benachteiligten Lagen – Expertise für die Stiftung Mercator

Die Thematik der Begabungsförderung und Talententwicklung gewinnt in den deutschsprachigen Bildungssystemen im Kontext der Diskussion um die Notwendigkeit einer individuellen Förderung nicht nur von Kindern und Jugendlichen mit Leistungsschwierigkeiten, sondern auch von potenziell leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern an Bedeutung. In diesem Kontext stellen Kinder und Jugendliche aus bildungsbenachteiligten Lagen eine besondere Herausforderung dar, zumal deren besondere Potenziale bis dato leider häufig nicht erkannt und daher auch nicht adäquat gefördert werden. Mit der Expertise wurde das Ziel verfolgt, den Einfluss außerschulischer Begabungsförderung auf den Bildungserfolg von Kindern und Jugendlichen aus bildungsbenachteiligten Lagen aufzuzeigen und Bedingungen zu formulieren, die zu einer gelingenden außerschulischen Begabungsförderung dieser Kinder und Jugendlichen beitragen können.

Die Expertise kann an dieser Stelle abgerufen werden.

 

Konferenz ECHA 2020

Für die vom 9. – 12. September 2020 stattfindende 17. ECHA 2020 Conference ist es nun möglich, Abstracts einzureichen. Genaue Details dazu finden Sie unter diesem Link.

Förderinitiative Leistung macht Schule: Teilprojektverbund 4–6 „diagnosebasiertes individualisiertes Fordern und Fördern“

32 Projektschulen aus 15 Bundesländern haben sich gemeinsam mit Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern des ICBF auf den Weg gemacht, Konzepte und Projekte zum diagnosebasierten individualisierten Fordern und Fördern an ihren Schulen zu implementieren. Das „diFF“ gliedert sich in drei Teilprojekte (TP):

  • Teilprojekt 4 „Adaptive Formate potenzial- und prozessorientierter Diagnostik"
  • Teilprojekt 5 „Adaptive Formate selbstregulierten und forschenden Lernens“
  • Teilprojekt 6 „Adaptive Formate diversitäts- und differenzsensiblen Lernens“.

Alle Projekte werden bis 2022 umgesetzt und verfolgen in ihrer Kopplung miteinander verknüpfte Ziele. Lehrpersonen in ihrer Rolle zu unterstützen, die Potenziale und individuellen Lernbedürfnisse ihrer Schülerinnen und Schüler zu erkennen, damit eine adäquate Förderung (potenziell) besonders leistungsfähiger Schülerinnen und Schüler erfolgen kann, ist das Ziel des Teilprojektes 4. Ziel des Teilprojekts 5 ist es, ein Forder- und Förderformat an den Projektschulen (weiter) zu entwickeln und in diesen erweiterten Formen auf den Regelunterricht zu übertragen, um so den individuellen Forder- und Förderbedarfen der (potenziell) leistungsstarken Schülerinnen und Schüler zu entsprechen. Für Teilprojekt 6 lautet das Ziel, Konzepte und Projektansätze zur Förderung von potenziell leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern mit Beeinträchtigungen oder aus kulturell und sozial benachteiligten Lagen zu entwickeln und umzusetzen, so dass Schülerinnen und Schüler mit Unterstützungsbedarfen Formate des selbstregulierten forschenden Lernens sinnvoll nutzen können.
Die Forder- und Förderkonzepte werden in enger Zusammenarbeit mit den 32 Projektschulen entwickelt und evaluiert, um eine Passung für den Einsatz im Regelunterricht sicherzustellen. Während einige der Schulen diFF-Projekte vorerst in Drehtürmodellen umsetzen, wagen erste Schulen bereits den Schritt, dieses mit ganzen Klassen, teilweise sogar Jahrgängen durchzuführen. Besonders spannend sind in diesem Zusammenhang die Impulse, die das diFF-Projekt auf der unterrichtlichen Ebene auch für die Schulentwicklungsprozesse an den Schulen setzen. Im Weiteren werden die bisherigen Instrumente und Materialien gemeinsam mit den Schulen weiterentwickelt und Evaluationspakete zur Wirksamkeitsüberprüfung eingesetzt.

Begleitende Wissenschaftler*innen der WWU sind Herr Prof. Dr. Christian Fischer, Vorstandsvorsitzender des ICBF, und Frau Dr. Fischer-Ontrup, Geschäftsführerin des ICBF.

 

Einblick in die Teilprojekte 4–6 der Förderinitiative „Leistung macht Schule“

Die Grundschule Goethe in Halberstadt (Sachsen-Anhalt) ist eine von 32 LemaS-Projektschulen, die gemeinsam mit dem ICBF noch bis Ende 2022 Projekte und Materialien zum selbstregulierten forschenden Lernen entwickelt und erprobt.

In einem Interview berichtet unsere Ansprechpartnerin Daniela Cherubim von ihren Erfahrungen des ersten Jahres. Das vollständige Interview gibt es >> hier zu lesen.

 

Teilprojekt 14: Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule (diFF Di2Lesen)


Am Teilprojekt 14 nehmen 20 Grundschulen aus vielen Regionen Deutschlands teil.

Die Leistungsstreuung im Lesen ist bei Kindern im Grundschulalter groß. Vor diesem Hintergrund soll in Teilprojekt 14 „Diagnosebasierte differenzierte Leseförderung in der Grundschule“ Kindern der Klassenstufen 2-4 auf der Basis einer fortlaufenden Diagnostik der Lesekompetenz eine leistungsangemessene Förderung angeboten werden. Dieser Ansatz einer potenzialorientierten Förderung soll dazu beitragen, dass auch besonders leistungsfähige Kinder eine passende Unterstützung erhalten. Teilnehmenden Schulen wird dazu ein Gesamtkonzept aus den folgenden drei Bausteinen zur Verfügung gestellt:

  • internetbasierte Lernverlaufsdiagnostik,
  • strukturierte Feedbackgespräche sowie
  • Materialien zur Leseförderung mit silbenbasiertem Lesen auf Wortebene, Lautleseverfahren zur Förderung der Leseflüssigkeit und einer strategieorientierten Förderung des Leseverständnisses.

7. Münsterscher Bildungskongress

Der 7. Münstersche Bildungskongress mit dem Titel „Potenziale erkennen - Talente entwickeln - Bildung nachhaltig gestalten“ findet vom 22.-25.09.2021 statt.

7 MBKDie Bildungskongresse in Münster werden seit 2003 alle drei Jahre vom Internationalen Centrum für Begabungsforschung (ICBF) sowie dem Landeskompetenzzentrum für Individuelle Förderung NRW (lif) durchgeführt.

Weitere Informationen erhalten Sie auf der Kongresswebsite: https://www.icbfkongress.de/

Dort können Sie auch einen Newsletter zum Bildungskongress abonnieren.

Start der MINT-Teilprojekte im Rahmen der BMBF-Forschungsverbunds LemaS


Im Rahmen der Forschungsinitative LemaS sind das Teilprojekt 3 und 8 im Bereich der mathematischen Förderung von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Schülerinnen und Schülern gestartet.
Das Hauptziel des dritten Teilprojekts besteht darin, spezifische Diagnose- und Förderkonzepte für eine adaptierte Gestaltung der Übergänge (Kita – Grundschule, Grundschule – weiterführende Schule= von leistungsstarken und potenziell besonders leistungsfähigen Kindern im Regelunterricht der MINT-Fächer zu entwickeln, welche den Potentialen und Bedürfnissen der Zielgruppe gerecht werden und gleichzeitig den inhaltlichen und organisatorischen Besonderheiten der jeweiligen Fachunterrichte entsprechen.

Anmeldungen für ECHA Kurse


Kinder und Jugendliche mit besonderen Begabungen stellen im pädagogischen Bereich eine große Herausforderung für Beratende, Erzieherinnen und Erzieher in der vorschulischen wie auch für Lehrpersonen in der schulischen Praxis dar. Begabte lernen viele Dinge früher, schneller und oft ganz anders als ihre Mitschülerinnen und Mitschüler. Damit sie diese Potenziale entwickeln können, bedarf es einer hohen Professionalität der begleitenden Pädagoginnen und Pädagogen.

ECHA-Diplom
Die Termine für den ECHA Diplom Kurs 22 stehen nun fest. Bei Interesse kontaktieren Sie gerne das ICBF per E-Mail. - weitere Informationen und Termine

ECHA-Coach
Die Termine für den ECHA Coach Kurs beginnend im Januar 2021  stehen fest. Das Anmeldeverfahren dafür hat begonnen. - weitere Informationen und Termine

ECHA-Zertifikat
Bei Interesse am Kurs nehmen Sie bitte Kontakt zu uns auf.

 

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